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Mit Pool Neuland betreten

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Party am Pool: Mit dem neu eröffneten Außenbereich will die Bad Rappenauer Diskothek Malinki neue Kundengruppen erschließen. Differenzierung tut not. Die zuletzt gebeutelte Branche setzt auf das Besondere, betont auch der Bundesverband. 

Wasser liegt im Trend 

Vielen Diskotheken vor allem im ländlichen Raum steht das Wasser bis zum Hals. Das E2 in Eppingen? Geschichte. Das Kinki Palace in Sinsheim? In Schwierigkeiten. Die Malinki-Betreiber setzen auf Wasser als Alleinstellungsmerkmal und liegen damit im Trend. "Heutzutage ist das Angebot riesig, es ist alles vertreten. Deswegen müssen Betreiber individuell auftreten und eine Nische finden, um sich von Mitbewerbern zu differenzieren", sagt Stephan Büttner, Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe. Dass immer wieder Betriebe aufgeben, sieht er aber als "gesunde Marktbereinigung", weil die Branche heterogen sei, betont Büttner. 

Im Malinki läuft beim zweiten Anlauf alles rund. Eigentlich hätte der Außenbereich schon vor gut einer Woche eröffnet werden sollen. Aber das Wetter spielte nicht mit. Malinki-Chef Artur Buss und Geschäftsführer Dominik Zettl haben die Eröffnung deshalb auf dieses Wochenende verlegt.

Gäste sollen entspannen

Die ersten Gäste nippen bereits an ihren Cocktails und unterhalten sich angeregt. Einige tragen Bikini oder Badehose unter der Kleidung. Was erhofft sich Buss von dem Umbau? "In erster Linie glückliche Gäste. Wir wollen, dass sich die Leute entspannen, auch mal unter der Woche vorbeikommen und Spaß haben", erklärt er. Auch für ihn ist der Pool Neuland. Auf Erfahrungswerte könne deshalb nicht zurückgegriffen werden. "Wir wollen schauen, wie das Ganze angenommen wird.

Gäste wurden mit einbezogen 

Was letztendlich daraus wird, entscheiden die Leute." Man sei für alles offen. So könnten sich die beiden Männer auch ein Freiluftkino, eine Modenschau mit einem Laufsteg übers Wasser oder Tanzeinlagen vorstellen. Schon bei den Vorbereitungen habe man seine Gäste mit einbezogen. "Von ihnen bekommt man das ehrlichste Feedback", betont Buss. So habe man bei der Mehrheit der befragten Frauen eine Abneigung gegenüber Sand festgestellt. "Der ist zwar billig und schnell realisierbar, aber für Schuhe mit hohen Absätzen einfach umständlich", erklärt er. Also fiel die Wahl auf Keramikplatten

Buss findet das Konkurrenzdenken unter den Diskotheken schade. Viel lieber würde er mit anderen Clubs zusammenarbeiten.

Abheben wolle man sich zwar auch, aber in erster Linie neue Kunden gewinnen. "Mit dem Pool sprechen wir ein ganz anderes Publikum an, auch jene Leute, die normalerweise gar nicht in die Disco gehen."

Meinungen der Gäste

Der Erste im Pool an diesem Abend ist Konrad Wilk. "Es ist angenehm, bei den sommerlichen Temperaturen richtig erfrischend", sagt der Bad Rappenauer, der sich mit seinen Freunden Oliver Münch und Manuel Steiger zu den Malinki-Stammgästen zählt. 

Als nächstes wagt sich Manuel Steiger ins kühle Nass. Sein Fazit? "Überragend, besonders, weil ich heute Mittag keine Zeit hatte ins Freibad zu gehen." Für Oliver Münch, der ganz in der Nähe vom Malinki arbeitet, steht fest: "Ich werde jeden Tag in der Mittagspause vorbeikommen, um zu baden und mich zu sonnen. Das Gesamtpaket stimmt einfach."

Die 25-jährige Anna-Lisa Börsch und ihr 24-jähriger Kumpel Christian Bopp sind "mehr als begeistert" vom Außenbereich. Besonders toll finden sie, dass ihre Heimatstadt nun "so was Besonderes im Repertoire zu bieten hat".

 

 

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