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Badeunfall: Junge ist gestorben

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Der sechsjährige Junge, der am Sonntagabend im Neumühlsee bei Waldenburg verunglückte, ist im Krankenhaus gestorben. Das bestätigte Achim Küller, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn, auf Nachfrage. Wie berichtet, war der Junge am Sonntagabend zwischen dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich untergegangen. Die Eltern hatten gegen 18 Uhr bemerkt, dass ihr Kind nicht mehr da ist. Die Polizei geht davon aus, dass der Junge mindestens 15 Minuten unter Wasser gewesen ist.

 Menschenkette sucht nach Sechsjährigem

Die Eltern hätten sich in ihrer Not an Badegäste gewendet, die sofort mit der Suche begannen. Nach Augenzeugenberichten bildeten Helfer eine Menschenkette und durchschritten den Nichtschwimmerbereich des Sees. Dabei seien Helfer auf den Jungen gestoßen. Das Kind sei zu diesem Zeitpunkt bereits regungslos gewesen. Drei Ersthelfer hätten sofort mit den Reanimierungsmaßnahmen begonnen. Danach hat eine Notärztin die Wiederbelebungsversuche übernommen. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, sei unerklärlich. Der See sei gut besucht gewesen. Der Junge müsse zwischen den Badegästen untergegangen sein. 

"Das ist sehr, sehr tragisch", sagt Markus Knobel, Bürgermeister von Waldenburg. Der See gehört der Stadt. Mit der DLRG Kupferzell-Waldenburg sei vereinbart, dass sie ihren Dienst am Neumühlses verrichten. "Sonn- und feiertags sind die in der Regel da", sagt Knobel. Nach Auskunft des DLRG-Landesverbandes Württemberg war die Wachstation bis 18 Uhr besetzt. "Um 18.16 Uhr ging der Notruf ein", sagte eine Sprecherin. Dass die Besetzung um 18 Uhr endet, auch wenn noch Badebetrieb herrscht, sei üblich.

Bis der Krankenwagen kam

Beamte des Polizeipräsidiums Heilbronn haben die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. "Auch um zu prüfen, ob irgendwelche Aufsichtspflichten verletzt wurden", sagt Küller. Bürgermeister Knobel ist aus den vergangenen 15 Jahren kein Todesfall im Neumühlsee bekannt. 

Das Alter eines Menschen und die Wassertemperatur seien entscheidende Faktoren, einen Badeunfall zu überleben, sagt der Heilbronner Ärztesprecher Dr. Martin Uellner. "Je jünger ein Mensch ist und je kälter die Wassertemperatur, desto besser stehen die Chancen."

Ersthelfer hatten angegeben, der Krankenwagen sei erst 30 Minuten nach Alarmierung an der Unfallstelle eingetroffen. Die Rettungsleitstelle erklärte indes auf Stimme-Anfrage, dass der Krankenwagen 14 Minuten nach der Alarmierung eingetroffen sei.

 

 

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