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Keine Hunde und keine Fahrräder auf der Buga

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"Mich hat fast der Schlag getroffen, als ich Dauerkarten für die Bundesgartenschau kaufen wollte und mir gesagt wurde, dass Hunde verboten sind", schreibt Tanja Hagner in einem Leserbrief an die Heilbronner Stimme. Diese Entscheidung ist für die Heilbronnerin "unbegreiflich" und ein "Rückfall in das letzte Jahrhundert", wie sie weiter darlegt. Es sei unglaublich, dass diese Entscheidung so getroffen worden sei. 

Buga als Kindergartenschau

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", versichert Hanspeter Faas. In zahlreichen Gremien, unter anderem im Aufsichtsrat, sei die Problematik ausgiebig diskutiert worden, erklärt der Buga-Geschäftsführer und verweist im Gespräch mit der HSt auf folgende Tatsache: "Fast alle bisherigen Gartenschauen haben bis auf Blindenhunde keine Hunde zugelassen." 

Auch wenn sich die Kultur geändert habe und viele Hundebesitzer Kotbeutel mit sich führten, könne das Markieren nicht verhindert werden. Faas und Buga-Projektmanager Berthold Stücke bezweifeln zudem, dass es für angeleinte Hunde eine Freude sei, bei 20.000 Besuchern durch das Gelände zu laufen. Wert legt Hanspeter Faas auf die Feststellung: "Wir sind keine Hundefeinde, aber wir wollen ein klares Signal setzen: Die Buga ist eine Kindergartenschau. Wer will schon nach einem Purzelbaum auf der Wiese in Hunde-Hinterlassenschaften fallen."

Zwinger für Hunde

Wer von auswärts kommt und seinen Hund dabei hat, der kann ihn während des Besuchs in sechs Quadratmeter großen Boxen unterbringen. Bis zu zehn Zwinger sollen an den Eingängen aufgestellt werden.

Auch Fahrräder sind im Buga-Gelände nicht erlaubt. Selbst das Schieben geht nicht: "Besucher und Radler sind Konkurrenten. Da hat keiner richtig Spaß", ist Hanspeter Faas überzeugt. Dennoch hofft der Bundesgartenschau-Geschäftsführer, dass möglichst viele Besucher mit dem Fahrrad zur Buga kommen. "Um zu verhindern, dass die Räder an den Gartenzaun gekettet werden, stellen wir 2.000 Rad-Stellplätze in den Parkhäusern der Experimenta, im Wohlgelegen und im Bildungscampus kostenlos zur Verfügung", wirbt Berthold Stückle für dieses Angebot.

Automatisiertes Bewässerungssystem

Die derzeitige Hitze bereitet den Buga-Machern kaum Kopfzerbrechen. "Jeder der 748 Bäume sowie die 240.000 Quadratmeter große Rasen- und Staudenfläche sind an das automatisierte Bewässerungssystem angeschlossen", erklärt Berthold Stücke. Das Wasser, pro Tag etwa 400 bis 500 Kubikmeter, wird dem Karlssee entnommen. In dem See wird das gesamte im Buga-Gelände anfallende Oberflächenwasser gesammelt. Sinken die Pegel, wird Wasser aus dem Neckar über eine Naturkläranlage in den Karlssee gepumpt. 

"Die automatisierte Bewässerung spart enorm viel Geld", weiß Stückle. 40.000 Euro für Wasser, Strom, Wartung und Rücklagen pro Jahr seien fast nichts im Vergleich zu den Kosten, die bei einer Bewässerung mit der Hand anfielen.
 

 

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