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Keine WM-Korsostrecke in der Stadt

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In Heilbronn wird zur Fußballweltmeisterschaft keine Strecke für einen Autokorso abgesperrt. Darauf haben sich Polizei und Stadtverwaltung verständigt. Der Grund dafür sind "viele Beschwerden von Anwohnern bei früheren Turnieren“, sagt Rathaussprecher Christian Britzke. Die Polizei gibt in einer Pressenotiz außer dem Wunsch nach Ruhe der Anwohner auch die Verkehrssicherheit als Grund für die Entscheidung an. 

Andere Städte

In Mosbach, das ebenfalls zur Zuständigkeit des Heilbronner Präsidiums gehört, hält die Polizei dagegen eine Strecke für den WM-Autokorso vor. Auch in Stuttgart dürfen die Fans nach den Siegen ihrer Mannschaft wieder auf reservierten Straßen in der Innenstadt jubeln. Bei Europa- und Weltmeisterschaften war in Heilbronn zuletzt immer die Weinsberger und Mannheimer Straße für die Autokorsos abgesperrt. Hier gab es offensichtlich auch die meisten Lärmbelästigungen und Beschwerden von Anrainern. Davor durften die Fans in ihren Wagen die Allee für ihre Siegesumzüge und Hupkonzerte nutzten.

Beschwerden 

Wenn die Fußballanhänger trotzdem nach den Triumphen ihrer Teams mit dem Auto im Rudel durch die Stadt fahren, "soll nach Spielende durch lageangepasste Verkehrsregelungen eine Korsobildung verhindert werden“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Die Ordnungshüter wollen präsent sein, "um einen sicheren und geordneten Verlauf zu gewährleisten, aber auch im Interesse der Verkehrssicherheit uneinsichtige Teilnehmer zu sanktionieren“. 

Doch was passiert, wenn Jogis Jungs ihren WM-Titel im Finale in Russland verteidigen? Auf die Frage, ob die Ordnungshüter nicht doch ähnlich wie in Mosbach sicherheitshalber eine abgegrenzte Strecke aussuchen, um die zu erwartenden jubelnden Fanmassen irgendwie zu kanalisieren, antwortet Polizeisprecher Achim Küller: "Das ist schwierig. Aufgrund der vielen Beschwerden eher nicht.“

Britzke hofft, dass mit der Entscheidung die Zahl der Beschwerden über Ruhestörungen so reduziert wird, "dass sie kein Problem mehr darstellt“. Dass jetzt möglicherweise laute Fans mit ihren Wagen in der ganzen Stadt für Ärger sorgen, behält die Verwaltung im Auge. Britzke: "Ob das passiert, wird man sehen. Wir versuchen es jetzt eben so“ – ohne offiziellen Korsokurs. Der Pressesprecher fügt an, dass es mit die Initiative der Polizei war, "regressiver vorzugehen. Deshalb läuft das jetzt anders als das letzte Mal.“

Verbote

Falls sich doch Korsos in Heilbronn bilden, kündigen die Ordnungshüter an, bei "Fremd- oder Selbsgefährdung sofort und konsequent einzuschreiten“. Die Polizei erklärt auch, was sie unter dieser Gefährdung versteht: Sitzen auf Fahrzeugdächern, Motorhauben oder in Kofferräumen. Das Stehen in Fahrzeugen, etwa Cabrios. Das Hinauslehnen des Körpers aus dem Seitenfenster, Schiebedach. Das Sitzen auf dem Türrahmen bei geöffneter Scheibe. Das Zufahren auf Personengruppen

Derartige Verstöße würden in der Regel auch Verwarnungs- oder Bußgelder nach sich ziehen. Die Missachtung des Haltegebots oder anderer Zeichen eines Polizeibeamten werde mit 70 Euro Bußgeld und einem Punkt im Verkehrszentralregister geahndet. Auf das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände werde die Polizei ebenfalls ein Auge haben, dies koste auch ein Bußgeld. Knaller oder Raketen würden sofort eingezogen.

 

 

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