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Barthel-Areal vor neuer Zukunft

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"Beim Wollhauszentrum gibt es momentan nicht wirklich Neues“, sagt Baubürgermeister Wilfried Hajek beim traditionellen Jahresgespräch mit der Heilbronner Stimme und schüttelt den Kopf. Noch immer seien nicht alle Flächen des 1975 eröffneten Shopping-Centers mit seinem markanten zehnstöckigen Büroturm im Besitz der Baukonzern-Tochter Strabag Real Estate und der Einkaufszentren-Entwickler von ECE. Wie berichtet, strebt dieses Investoren-Duo den Abriss und einen Neubau an, während der Projektentwickler Acrest aus Berlin mit den Privatleuten Tommy Paulsen und Judka Lisker eine Totalsanierung des Gebäudes verfolgt. 

Projekt Barthel

Angesichts des sich verändernden Einkaufsverhaltens überarbeitet nach den Worten von Hajek Real Estate derzeit ihre Nutzungskonzeption. So sei keine große Einkaufsmeile mehr vorgesehen, sondern einzelne Geschäfte und Wohnen. Außerdem werde darüber nachgedacht, nach dem Abriss des Wollhauszentrums zwei Gebäude mit einem dazwischenliegenden Verbindungsweg vom Busbahnhof zur Fleiner Straße zu errichten. "Für mich ist dieses Projekt nicht vordringlich. Nur die Qualität muss einmal stimmen“, blickt Hajek der Zukunft gelassen entgegen.

Mehr Bewegung sieht der Heilbronner Baudezernent im Projekt Barthel. Der Eckbau an der Kilian-/Klarastraße, der 1956 als das "größte Bekleidungshaus des Unterlandes“ bekannt wurde, wird wohl abgerissen. "Das Gebäude ist aus brandschutztechnischen Gründen nicht mehr zu retten“, sagt Hajek, der erst vor kurzem das Haus inspiziert hat. 

Der Investor mit seinem Heilbronner Architekten Franz-Josef Mattes plant hier ein Wohn- und Geschäftshaus mit Penthäusern: "Der Ausblick wird sensationell“, schwärmt Hajek schon heute. Und er hat auch schon zeitliche Vorstellungen: "Es wäre schön, wenn das Projekt Ende 2019 realisiert würde.“ Dass dann auch die Nachbargebäude in das Neubauprojekt mit einbezogen werden, glaubt Hajek nicht: "Die Eigentümerstruktur ist doch sehr heterogen.“

Die Zeit drängt

"Alles“ tut die Bauverwaltung nach den Worten des Baudezernenten dafür, dass das Parkhotel neben der Harmonie bis Anfang 2019 fertig wird. Denn die Zeit drängt. Nicht nur für die Investoren um den Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler, sondern auch für das Grünflächenamt: "2019 soll mit der Gestaltung des neuen Stadtgartens begonnen werden“, hat Wilfried Hajek klare Vorstellungen.

"Bis zur Buga ist der Südbahnhof bebaut“, gibt sich Wilfried Hajek optimistisch und gesteht: "Das hätte ich nie gedacht.“ Erst in den Folgejahren soll dagegen der Rathenauplatz zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden. Gebaut werden könne aber erst, wenn für das Wollhauszentrum eine Lösung gefunden und anschließend die Wilhelmstraße zur Anliegerstraße geworden sei und der Verkehr vierspurig in der Urbanstraße in die Stadt und aus der Stadt rolle: "Das ist noch immer unser verkehrspolitisches Ziel.“ 

Für das künftige Neubaugebiet Längelter in Böckingen soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt werden. Entstehen sollen hier einmal Einzel- und Doppelhäuser, aber auch Geschosswohnungen. Gebaut werden kann nach den Worten des Baubürgermeisters frühestens ab dem Jahr 2020. Geplant sind mehrere Bauabschnitte.

Zur Person

Wilfried Hajek (62) ist seit 2006 Baudezernent in Heilbronn. Der Architekt und Städteplaner war vor seinem Heilbronn-Engagement Stadtplaner in Reutlingen (1989 bis 1997) und wurde dann zum Technischen Beigeordneten von Nürtingen gewählt. Seit 1995 ist Hajek Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen. Seine Hobbys sind Radfahren sowie Star-Wars- und James-Bond-Filme. jof

 

 

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