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28 Tage ohne Süßigkeiten

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Also gut, einen Monat lang keinen Süßkram. Kein Ding. Das packe ich locker. Ich arbeite die ganze Zeit, da habe ich ja überhaupt keine Zeit für sowas. Ich beachte Zucker einfach überhaupt nicht. Ja, genau, einfach ignorieren, Fabienne. Einfach ignorieren. Hey, außerdem ist der Februar ja nicht einmal ein vollwertiger Monat. 28 Tage? Pff, die sind gleich vorbei. Das waren meine Gedanken vor diesem Experiment

Läuft bei mir!?

Wer nun denkt, ich wäre an die ganze Sache koordiniert oder wenigstens mit einem groben Plan herangegangen, der liegt falsch. Nein, ich war mir absolut sicher, die simple Vermeidungstaktik würde am besten funktionieren. Ich musste jedoch feststellen, dass ich ein bisschen mehr Disziplin in das Ganze reinstecken musste, als ich vorher eingeplant hatte. Um eines im Vorfeld klarzustellen: Die Aufgabenstellung war definitiv eine Herausforderung, denn: Ich liebe Schokolade. Das ist ein Fakt. Ich kann es nicht schönreden oder ändern. Das Ganze war also keinesfalls als lockerer Spaziergang angelegt. Obwohl ich vorhatte es als solchen durchzuziehen.

Die ersten vier Tage des Monats lag ich mit einer Grippe flach. Trotzdem war die Premierenwoche noch die einfachste. Meine Motivation befand sich auf einem Höhepunkt und außerdem hatte ich mir noch ein paar Tage zuvor eine Schokobanane, sozusagen als Henkersmahlzeit, gegönnt. Durch dieses Polster konnte ich also voller Tatendrang in meine selbst auferlegte Abstinenz einsteigen. Die Schokoladentafeln in der Ecke ignorierte ich mit Bravour. Um meine Lieblingsbäckerei mit ihren umwerfend guten Berlinern machte ich einen weiten Bogen. Und an den Süßigkeiten im Eingang des Supermarktes schlich ich gekonnt vorbei. Ich hatte alles im Griff. Die Gesamtsituation war super, ich war stolz auf mich.  
 

Fast-Rückfall 

Doch mit der Begeisterung über mein Durchhaltevermögen kam auch der Übermut. In Woche zwei dachte ich, ich wäre unbesiegbar. So langsam fing ich an, mich an die Situation ohne Zucker zu gewöhnen. Ich trank meinen Kaffee nur mit Milch, stellte mir meinen eigenen Joghurt mit Früchten zusammen und hatte schon seit einiger Zeit nicht mehr über Schokolade nachgedacht.
 
Aber dann kam es, wie es kommen musste: Ein überraschender Fast-Rückfall. In der Redaktion bekam ich Schokobons angeboten und wirklich ohne darüber nachzudenken, griff ich zu. Ich hatte die Schokokugel schon im Mund als ich von meinen aufmerksamen Kollegen an meine Mission erinnert wurde. Schuldbewusst spuckte ich sie sofort wieder aus. Aber ab da ging es bergab. Auf einmal schienen an jeder Ecke Kuchen zu lauern.
 
Und obwohl ich so langsam die positiven Auswirkungen des Zuckerentzugs – reinere Haut, Haare die nicht so schnell fettig wurden oder die nicht mehr vorhandenen Spannungskopfschmerzen – spürte, wurde es immer schwieriger die Abstinenz aufrecht zu erhalten. Als ich bei einer Party wegen einem Projekt keine Torte essen wollte, bekam ich komische Blicke zugeworfen und ich ertappte mich ein paar Mal dabei, wie ich an einer geöffneten Tafel Schokolade schnüffelte. Dazu wurde meine Laune immer schlechter, und gegen Ende zählte ich nur noch die Tage herunter, bis ich diesem Alptraum ein Ende bereiten konnte.

Fazit

Trotz all der Fast-Rückfälle und meiner schlechten Laune, weil ich einen kleinen Hang zum Dramatischen habe, fühlte ich mich insgesamt besser und fitter als vorher. Vor allem meine Spannungskopfschmerzen vermisse ich ganz und gar nicht. Aber ich denke ganz auf meine Schoki verzichten kann und will ich nicht. Zumindest ist ein kompletter Entzug von heute auf morgen nicht empfehlenswert. Allerdings werde ich wegen dieser Monatsmission definitiv meinen Zuckerkonsum herunterfahren. Jedoch ganz langsam und Stück für Stück.

Hintergrund 

In diesem Jahr erklären Stimmt!-Schreiber nacheinander einen Monat zu ihrem. Den Anfang hat Alina Buss mit der Monats-Mission „Täglich Sport“ gemacht, auf dieser Seite folgt Fabienne Acker mit einem Süßigkeiten-Verzicht. Im März will Noemi Scheja jeden Tag die selben Kleidungsstücke anziehen. Verrückt, oder? Mehr lest ihr dazu im April … 

 

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