Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Jugendliche sollen sich zu Wort melden

zurück zur Übersicht

Der Jugendgemeinderat ist tot, es lebe die Jugendbeteiligung. Nach dem Aus des Gremiums soll jetzt eine Jugendkonferenz Schülern ab Klasse acht ein Mitspracherecht in Eppingen sichern. Die kommunale Kinder- und Jugendförderung will den Ideenaustausch mit Verwaltung, Kommunalpolitikern, Schulen und Vereinen noch in diesem Schuljahr organisieren. Sinnvoll sei ein Termin im Juli, sagte Andreas Fischer, Koordinator des Kinder- und Jugendreferats

Was Jugendliche bewegt 

Er kennt ähnliche Veranstaltungen in anderen Städten und findet, man sollte das "einfach mal versuchen“. Fischer präsentierte das Konzept am Dienstagabend im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats und wird die Jugendkonferenz gemeinsam mit den Schulen organisieren. Aus jeder der vier weiterführenden Schulen der Fachwerkstadt sollen acht bis zwölf Schüler ab Klasse acht teilnehmen. Die Jugendlichen setzen sich vor der eigentlichen Konferenz mit bestimmten Themen auseinander. Auf maximal fünf sollen die Mädchen und Jungen sich bei zwei Treffen mit Fischer und seinem Team vorbereiten. "Die Jugendlichen müssen sich mit dem Thema auskennen“, erklärte der Initiator. Nur dann könne eine lebhafte Diskussion entstehen. 

Besprochen werden könnte beispielsweise eine Jugendbeteiligung bei der Gartenschau, die Busbeförderung oder der Zustand der Schultoiletten, schlug Fischer vor. Alles, was Jugendliche in ihrer Stadt bewegt, kann zur Sprache kommen. Bei der Konferenz sitzen die Schüler dann an sogenannten Thementischen, die von den Erwachsenen abwechselnd besucht werden, um einen Austausch zu gewährleisten. So hätte jeder Vertreter die Möglichkeit, mit allen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Eine Auswertung soll konkrete Ergebnisse und Handlungsansätze bringen.

Hand in Hand 

Die Stadträte begrüßten die Idee und forderten gleichzeitig, die Schulen einzubinden. "Die Gesellschaft muss wieder über Politik diskutieren“, sagte Hartmut Kächele (SPD). Eine Jugendkonferenz sei da ein guter Ansatz, deshalb sollten Rektoren aufgefordert werden, das Projekt zu begleiten. "Die Unterstützung muss von oben kommen.“ Peter Wieser (Grüne) sieht die "Demokratie durchaus in Gefahr“ und war deshalb froh über den Vorschlag des Kinder- und Jugendreferats. "Bildung ist der Baustein, der die Gesellschaft vor radikalen Ideen oder einfachen Lösungen schützt“, sagte Wieser. Gerne auch mit mehr als zwölf Schülern pro Schule. "Das sind mir zu wenig.“ 

Die Jugendkonferenz solle zum Unterrichtsstoff werden, forderte Melanie Veith (CDU). Lehrer müssten sich für die Sache stark machen, so könnten viele Ideen zusammengetragen werden.

Zur Teilnahme an der Konferenz soll allerdings im Gegensatz zum Achterrat in Sulzfeld niemand verpflichtet werden. Davon halte ich wenig“, sagte Andreas Fischer. Einige Lehrer hätten bereits Unterstützung versprochen. Ein Start mit acht bis zwölf Schülern pro Schule sei ein kleiner Anfang, aber "das halte ich für zielführend“, so der Verantwortliche. Auch Oberbürgermeister Klaus Holaschke sieht die Jugendkonferenz als "Einstieg, der sich lohnt“. Das sei eine spannende Geschichte. "Jugendliche haben eine Interessenlage“, ist er sicher. Der Jugendgemeinderat sei tot, "also probieren wir was Neues – zeitnah.“

 

 

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar 2022 ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.