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Warnung vor Schlitterpartien auf Seen

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Trotz Dauerfrost und minus zwölf Grad an der Wetterstation in Obersulm in der Nacht auf Mittwoch: Die Heilbronner Berufsfeuerwehr und Gemeinden warnen davor, zugefrorene Seen zu betreten. "Das ist einfach zu gefährlich. Selbst wenn an einer Stelle das Eis sehr dick ist, kann es durch Strömungen an einer anderen Stelle schon wieder ganz dünn sein“, mahnt der Heilbronner Feuerwehrkommandant Eberhard Jochim davor, sich aufs Eis zu wagen. Die letzten Tage hat es in der Region Heilbronn noch keinen Notfalleinsatz der Berufsfeuerwehr auf einem See gegeben. Die Feuerwehr habe aber geübt und sei vorbereitet. 

Brüchige Eisschichten 

Sechs bis neun Zentimeter hat die Stadt Heilbronn an Eisdicke gemessen. Zu wenig für eine Freigabe. "Es besteht Lebensgefahr“, sagt Pressesprecher Christian Britzke. Die Warnung ist berechtigt. In Creglingen (Main-Tauber-Kreis) verunglückte am Dienstag ein 79-Jähriger, als er seinem auf einem See eingebrochenen Enkel helfen wollte. Er zog ihn aus dem eiskalten Wasser, brach dann aber selbst ein und starb. Zuvor hatte er die Eisdicke laienhaft geprüft und dem Enkel das Schlittschuhfahren erlaubt.

Auch in Löwenstein warnt Hauptamtsleiter Thomas Einfalt vor der akuten Gefahr. "Der Bleichsee ist flach, das Eis ist sehr brüchig.“ Da es privates Gelände sei, dürfe die Gemeinde dort keine Schilder aufstellen. Betreten-Verboten-Schilder gibt es dagegen in Heilbronn, zum Beispiel am Trappensee und am Ziegeleiparksee. Ebenso in Zaberfeld am Katzenbachsee. "Wir messen dort keine Eisdicke“, sagt Stauwärter Harald Vogel. Das Betreten sei generell verboten, verweist auch er auf gefährliche Strömungen.

Palmen und Frühlingsblumen 

Die klirrende Nachtkälte ist auch eine Gefahr für Frühlingsblumen, die in Gärtnereien auf ihren baldigen Einsatz im Freien warten. Was tut zum Beispiel die Stadtgärtnerei Heilbronn, damit die Pflanzen in Gewächshäusern nachts nicht erfrieren? Rund 20 000 bunte Pflanzen, Goldlack, Hornveilchen oder Purpurglöckchen, stehen hier auf Tischen in den Glashäusern. Dicke Heizungsrohre verlaufen unter den Tischen, ein Klimacomputer regelt auch nachts die Temperatur auf etwa vier Grad. "Solange die Heizung funktioniert, wird nichts kritisch“, erklärt der stellvertretende Gärtnerei-Leiter Mike Gollner. Bisher habe es keine Ausfälle gegeben. Der Energieverbrauch steigt in extrem kalten Nächten stark an. Bisher sei es aber "ein milder Winter“ gewesen, sagt Helmut Lange, Abteilungsleiter für Grünflächenunterhaltung. Mitte März sollen die Frühblüher in die Stadt kommen.

In einem etwas wärmer temperierten Mittelgang stehen gut drei Meter hohe Palmen, die irgendwann den Kiliansplatz schmücken sollen. Auch sie überstehen hier unbekümmert die knackigen Minusgrade draußen. In einigen Wochen sollen die Palmen auf eine Freifläche der Stadtgärtnerei kommen, um sich an die Außentemperaturen zu gewöhnen. Ab Mai werden sie in der Innenstadt für mediterranes Flair sorgen. 

 

 

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