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Schüler planen Veränderungen

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Nicht nur in der Theorie, sondern ganz praktisch wollen Schüler des Eppinger Hartmanni-Gymnasiums (HGE) das Thema Nachhaltigkeit angehen. Im Rahmen eines Schulwettbewerbs der Volksbank Kraichgau haben die Jugendlichen verschiedene Projekte entwickelt, die sie dem Verwaltungsausschuss präsentiert haben. Zur Umsetzung mancher Ideen sollen Gemeinderat und Verwaltung ins Boot geholt werden, andere Dinge gehen die Schüler selbst an. 

Neue Projekte

Zum Beispiel ihr Papier-Recycling. Davon falle in der Schule jede Menge an, sagen die Gymnasiasten. Bislang wandert allerdings alles, was weggeworfen wird, in einen Eimer. Künftig wird sich jede Klasse aus Holz eine Box bauen, in der Papier gesammelt wird. Das wiederum soll verkauft werden, um neue Spielgeräte anzuschaffen. So tun die Gymnasiasten einerseits etwas für die Umwelt, andererseits gibt es mehr Bewegungsangebote in den Pausen. In Absprache mit dem Hausmeister soll außerdem das Essensangebot am Schulkiosk verbessert werden. Die Verantwortlichen wollen weniger Süßes, Ketchup in großen Flaschen statt kleinen Verpackungen, weg vom Tetrapack. Ein Anfang sei bereits gemacht, versichern sie.

Noch in der Planungsphase ist hingegen der Schulgarten, den sich die Gymnasiasten wünschen. Auf einer Fläche zwischen HGE und Hallenbad könnte Nachhaltigkeit ganz praktisch mit Streuobstbäumen und Vogelhäusern umgesetzt werden, haben sich die Schüler überlegt. Weitere Ideen sind ein Tauschregal in der Schule, eine Telefonzelle für Bücher oder ein Flohmarkt beim Schulfest. 

Unterstützung

Sind die Projekte erfolgreich, werde man auch die Nachbarschulen einbeziehen, sagt Schulleiter Uwe Wittwer-Gärttner. Bislang sind die Nachhaltigkeitsaktivitäten allein Sache des Gymnasiums, das sich mit seinen Ideen beim Wettbewerb "Vordenken statt Nachmachen“ beteiligt. Fünf Schulen beschäftigen sich 30 Monate lang intensiv mit dem Thema Ressourcen. Mit einer Vollversammlung in der Aula waren die Gymnasiasten im vergangenen Oktober gestartet. Der Wettbewerbssieger erhält 4000 Euro.

Unabhängig davon will die Stadt Eppingen ihre Gymnasiasten unterstützen. "Das ist keine Einbahnstraße“, sagte Oberbürgermeister Klaus Holaschke über die Aktivitäten der Kinder- und Jugendlichen. Peter Wieser (Grüne) schlug vor, dafür einen regelmäßigen Austausch zu organisieren, damit es eine "Verzahnung mit dem Gemeinderat“ gibt.

Konkrete Hilfe erbaten die Schüler bereits jetzt in Sachen Fahrradwege. Die sollten nämlich ausgebaut werden, finden die Jugendlichen. Sie haben neue Routen gesucht und dem Gemeinderat vorgeschlagen, die Treppe am Ende der Adolf-Vielhauer-Straße zu einer Rampe umzubauen. Dann könnten Zweiradfahrer dort in Richtung Innenstadt rollen und müssten nicht über Berliner Ring und Waldstraße, wo der Verkehr deutlich stärker ist. "Das Thema müssen wir ernstnehmen“, sagte Holaschke. Die Treppe sei rutschig, Verwaltung und Gemeinderat werden sich deshalb mit dem Anliegen auseinandersetzen. "Wir werden Antworten geben“, versprach der OB. 

Wettbewerb

Der Schulwettbewerb "Vordenken statt Nachmachen“ geht über 30 Monate und wird von der Volksbank Kraichgau finanziert. Neben dem Hartmanni-Gymnasium in Eppingen beteiligt sich unter anderem die Verbundschule in Bad Rappenau. Neben dem Preisgeld von insgesamt 10 000 Euro gibt es für jede der fünf teilnehmenden Schulen ein Jahresbudget in Höhe von 1000 Euro für die Umsetzung der Projekte. tox

 

 

 

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