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Neue Zufahrt für Parkhaus der Experimenta

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Der nächste Sommer kommt bestimmt – und mit ihm die Zeit der Straßenbaustellen. Dieses Jahr zum Beispiel in der Bahnhofsvorstadt: vom 26. Juli bis 3. September wird die Zufahrt aus der Bahnhofstraße ins Experimenta-Parkhaus so umgebaut, dass man aus beiden Richtungen ein- und ausfahren kann. Bisher musste man wegen Abbiegeverboten Umwege in Kauf nehmen. Anlass zum Umbau gibt die Erweiterung des Experimenta-Parkhauses um 500 auf 1000 Plätze, weshalb der Bauherr, die Schwarz Real Estate, die Straßenbaukosten von 1,5 Millionen Euro übernehmen wird. Der "recht sportliche Zeitplan“ resultiert laut Dirk Herrmann vom Amt für Straßenwesen aus der zeitgleichen Sanierung der Kaiserstraßenbeläge, wodurch der Stadtbahnverkehr sowieso eingeschränkt werden müsse. 

Umbau

Im Zuge des Umbaus der Abzweigung wird die Stadtbahnhaltestelle am Kurt-Schumacher-Platz dauerhaft um 18 Meter nach Osten verschoben, gleichzeitig wird der dortige Kreisverkehr wegfallen. Nebenbei werden Radwege und Busstreifen verbessert. Am Parkhaus ist zudem ein Bus-Shuttle-Halt zur Buga vorgesehen. Die Zufahrt zu Stellplätzen der Bahn und zu Post-Schließfächern soll etwas geändert, aber gewährleistet sein. 

Im Gemeinderat kam die Frage auf, ob die seit Juli 2017 versuchsweise gesperrte Kranenstraße nach der Buga 2019 überhaupt wieder geöffnet wird. "Die Verwaltung hält sich die Option offen“, heißt es in der Ratsvorlage. "Eine Öffnung dürfte nicht mehr möglich sein“, befand FWV-Sprecher Heiner Dörner. Gleichzeitig bleibe der Weg für deren neuen Verlauf von der Bahnhofstraße zur Paula-Fuchs-Allee frei. So sahen es auch Alexander Habermeier (Grüne) und Gerd Kempf (SPD). Kempf sprach von einer "Hauptaufgabe nach 2020“ und hoffte, dass "jemand der Stadt bei der Finanzierung hilft“. Etwa von Schwarz?

Baubürgermeister Wilfried Hajek sagte auf Stimme- Anfrage, dass darüber noch nicht gesprochen worden sei. Die Kosten lägen wegen einer notwendigen Bahnunterführung bei mindestens 25 Millionen Euro. Gegen den Rückbau der Kranenstraße sprach sich Reinhard Hackenberg (CDU) aus. Er meinte, die Bahnhofstraßen-Abzweigung sei "ein trojanisches Pferd“, weil sie die Wiederfreigabe der Kranenstraße verhindere. Birgit Brenner (Bunte) stimmte dagegen, weil das Parkhaus "noch mehr Verkehr“ in die Bahnhofsvorstadt transportiere und die Anwohner zusätzlich belaste. Vom "schönsten Parkhaus der Welt“ und einer weiteren Aufwertung des Bereichs, sprach indes Gottfried Friz (FDP)

Effizient?

Einen Nebenkriegsschauplatz eröffnete die FWV. Mit dem Umbau der Parkhaus-Zufahrt wollten Heiner Dörner und Malte Höch gleichzeitig die Geradeausfahrt zwischen Kram- und Gerberstraße freigeben: weil man dann ohne Umweg in die Tiefgarage von ECE/Kaufhof fahren könnte. Dadurch gebe es weniger Staus und Abgase, was auch die Anwohner entlaste. Weil dann aber Stadtbahn, Bus sowie Fußgänger behindert würden und die Durchfahrt zusätzliche Autos anziehe, rieten Herrmann und Hajek davon ab.

Klaus Hackert und Thomas Aurich (beide CDU) brachten einen Versuch ins Spiel, den auch andere Räte begrüßten. Das wäre erst sinnvoll, wenn die Paul-Fuchs-Allee fertig ist, betonte Hajek. Malte Höch, dem seine zwischenzeitliche "emotionale Erregung furchtbar leid“ tat, stieß mit dem von Alfred Dagenbach (Pro) unterstützten Antrag auch eine Debatte über die Verkehrsführung zu Parkhäusern an. Konsequenterweise müsste man die City-Zufahrt über die Schaeuffelenstraße sperren, meinte er. Rainer Hinderer (SPD) verwies auf andere Zufahrtswege und Parkhäuser – die aber schlecht ausgeschildert seien, meinte Wolfgang Palm (CDU). 

Nach intensiver Debatte wurde der Antrag auf Intervention der Grünen Susanne Bay, Karl-Heinz Kimmerle und Wolf Theilacker in den Bauausschuss verwiesen, um vorberaten zu werden, was laut OB Harry Mergel formal korrekt sei. "Aber ist es auch effizient?“ 

 

 

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