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Deutscher Oscar-Erfolg: Gerd Nefzer geehrt

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Der 52-jährige Gerd Nefzer ist eher ein ruhiger Typ - aber bei seiner Arbeit lässt es der Spezialist für Special Effects mächtig krachen: Seit drei Jahrzehnten inszeniert Nefzer brennende Häuser, explodierende Hubschrauber und zerschossene Autos für Krimi-Serien und Kinofilme. Und zwar real am Filmset und nicht am Computer. Jetzt erhielt Nefzer gemeinsam mit seinem Team für die Arbeit beim Science Fiction-Film "Blade Runner 2049“ in Hollywood den Film-Oscar in der Kategorie Visual Effects.

Oscar geht nach Schwäbisch Hall

Dabei musste Nefzer in dem Thriller weniger für spektakuläre Szenen, sondern vielmehr als "Wettermacher“ für düstere Stimmung sorgen. Denn der Film spielt in der Zukunft und geht davon aus, dass die Umweltzerstörung schon weit fortgeschritten ist. So musste sein Team am Set alle Register schlechten Wetters ziehen: Von leichtem bis dickem Nebel, von Regentropfen bis Starkregen und von Schneeflocken bis zum Schneesturm. "Diese Wetter-Stimmungen waren dem Regisseur Dennis Villeneuve und Kameramann Roger Deakins besonders wichtig für den "look" des Films“, erläuterte Nefzer nach seiner Nominierung.

Eigentlich hatte Nefzer, der aus Schwäbisch Hall kommt und in der Filmschmiede Potsdam-Babelsberg arbeitet, Landwirt gelernt und Agrartechnik studiert. Doch sein Schwiegervater, der in Schwäbisch Hall einen Verleih von Filmautos und -waffen betrieb, überredete ihn, auf Special Effects umzusatteln. Seine handwerkliche Ausbildung half ihm dabei, und in Nefzers Firma auf dem Gelände des Potsdamer Studios Babelsberg arbeiten viele weitere Handwerker: Ein Metzger, ein Schlosser, ein Bergmann und ein Landmaschinen-Mechaniker. dpa

 

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