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Neuer Anlauf für Hybrid-Zug

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Die Hängepartie bei der Regierungsbildung in Berlin sorgte auch bei den Politikern in der Region für Frust. Nun, da die neue Große Koalition endlich steht und Andreas Scheuer (CSU) das Amt des Verkehrsministers von seinem Parteikollegen Alexander Dobrindt übernimmt, soll die Sachpolitik wieder in den Fokus rücken. 
"Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass alles viel schneller geht, aber jetzt geht der Einsatz für das Projekt Hybrid-Zug weiter“, betont Christian von Stetten. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe will spätestens im Mai beim neuen Verkehrsminister sein Modell zum Ausbau der Stadtbahn über Öhringen-Cappel hinaus vorstellen.

Moderne Hybridzüge

Von Stetten hatte im vergangenen Jahr den Einsatz moderner Hybridzüge auf den nicht elektrifizierten Strecken bis nach Waldenburg, Künzelsau-Gaisbach und Schwäbisch Hall-Hessental ins Spiel gebracht. In Japan gibt es solche Züge bereits, in Deutschland steht die Technik kurz vor dem Durchbruch. Damit könnte der teure Neubau von Oberleitungen vermieden werden. Das Projekt soll über Gelder finanziert werden, die beim Dieselgipfel im Sommer 2017 in Aussicht gestellt wurden. 

Nach den neuen Diskussionen, die die drohenden Fahrverbote wegen Feinstaubbelastungen in den Innenstädten ausgelöst haben, steht das Thema wieder ganz oben auf der Tagesordnung. "Ein neuer Dieselgipfel wird kommen“, ist sich von Stetten sicher. "In Berlin überlegt man derzeit, nicht nur die Elektrifizierung von Autos und Bussen zu fördern, sondern auch Schiffe und Eisenbahnen und dann wären wir gut mit dabei“, hofft der Bundestagsabgeordnete. 

"Wir sollten nicht auf den Dieselgipfel starren. Das Geld geht in die Städte, und ich glaube nicht, dass wir davon etwas abbekommen“, sagt dagegen Annette Sawade. Auf moderne Hybridzüge setzt aber auch die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete aus Schwäbisch Hall.

Technik ausprobieren

Eine Studie aus dem Jahr 2015 habe ergeben, dass die Strecken in Hohenlohe dafür hervorragend geeignet seien. "Es zeichnet sich ab, dass künftig mehr Geld in die Elektrifizierung fließen soll und wir haben auf dem flachen Land die idealen Strecken, um diese Technik auszuprobieren“, ist Sawade überzeugt. Als Referentin in der Zentralstelle des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg will sie die Entwicklung auch künftig genau verfolgen. Bei der Wahl am 24. September hatte die 64-Jährige ihr Mandat verloren. Die neue Stelle hat sie Ende Februar angetreten. 

 

 

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