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Street Art zu Ehren von Alexander Gerst

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Auf den Künzelsauer Wertwiesen läutet ein 3D-Bild die Einstimmung auf die Weltraummission von Alexander Gerst ein. 90 Tage vor dem 6. Juni, dem Tag, an dem der Künzelsauer Astronaut mit seiner Crew um 13.12 Uhr von Baikonur aus zur ISS startet, startet auch das Künzelsauer Street-Art-Projekt. Es soll die Bürger in der Region auf die Mission "Horizons“ des Künzelsauer Ehrenbürgers einstimmen. "Künzelsau ist ja von oben aus schwer zu entdecken, wie wir von Alexanders Gerst wissen. Deshalb haben wir wirklich alles unternommen, um auf uns aufmerksam zu machen“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann bei der Präsentation des Bildes augenzwinkernd.

Dabei sein

Die Neugier ist groß. Die Bürger schauen am Wertwiesenpark vorbei und bestaunen das große, bunte Kunstwerk, das sich auf dem Boden am unteren Eingang des Parplatzes ausbreitet. Die ersten Selfies werden geschossen. "Wir haben schon in der Stadt gehört, dass hier eine Riesenshow stattfindet und schon sind wir hier“, sagt Patric Donner, der seine kleine Tochter Luna auf dem Arm hält und die bunte Fläche betrachtet.

Einzigartig

Tatsächlich ist das farbenprächtige Bild, das die Künstlerin Adry del Rocio zusammen mit ihrem Kollegen Ruben Poncia auf den Asphalt gezaubert hat, aus vielerlei Hinsicht einzigartig. Es ist 15 Meter lang und fünf Meter breit. Es zeigt Alexander Gerst, wie er in voller Astronautenmontur durch das All fliegt und nach den Sternen greift. Und es zeigt ihn dreidimensional – zum Greifen nah. "Der Trick ist, so zu malen, dass unser Hirn, das was es sieht, zu korrigieren versucht. Dadurch entsteht der Drei-D-Effekt“, schildert Adry del Rocio ihre Arbeitsweise.

Die Mexikanerin zählt zu den bekanntesten Drei-D-Malerinnen weltweit und hat für ihre Arbeiten schon zahlreiche Preise gewonnen. "Unsere Kunst geht eigentlich auf die großen Kirchenmaler zurück. Die haben bei ihren Fresken ganz ähnlich gearbeitet“, betont Ruben Poncia. Dreieinhalb Tage haben die beiden Künstler für ihr Werk gebraucht. Die Acrylfarbe wurde dabei mit dem Pinsel auf den Asphalt aufgetragen.

Kunst im Freien 

Künzelsau lässt sich das Street-Art-Projekt insgesamt 40 000 Euro kosten. Einen Großteil der Summe steuern die Sponsoren Würth und EBM-Papst bei. "Ich finde das richtig toll. Der Effekt ist wie bei den dreidimensionalen Banden in den Fußballstadion“, sagt Würth-Marketingchef Dieter Münch und ist von der Arbeit angetan. "Die Stadt macht im Rahmen des Gerst-Events einen richtig guten Job“, lobt auch EBM-Papst Sprecher Hauke Hannig. "Wir haben uns gefragt, wie kommen wir ran an die Leute, um das Thema Alexander Gerst das ganze Jahr über auf dem Schirm zu halten“, betont Marco Klappenecker. "Und ich glaube, die Kunst im Freien ist dafür der richtige Weg“, so der Projektleiter bei der Stadtverwaltung. "Die Neugier ist groß. Ich bin in den vergangenen Tagen schon oft auf die Pläne angesprochen worden“, sagt auch Stadträtin Verena Löhlein-Ehrler

Die Grundidee der Aktion ist die aktive Begleitung der Mission 2018 von Alexander Gerst. Verschiedene Street-Art-Künstler werden an ausgewählten Orten in Künzelsau verschiedenste Kunstwerke zum Thema Raumfahrt gestalten. Der Auftakt ist geglückt. Das realistisch wirkende Drei-D-Gemälde auf den Wertwiesen sorgt schon kurz nach der Fertigstellung für Staunen und Anerkennung bei den Passanten. 

 

 

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