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Kokosnuss trifft auf Avocado

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Anfang April geht es los: Studierende der German Graduate School of Management and Law (GGS) in Heilbronn fliegen in die USA. Neben kulturellen Attraktionen stehen Besuche bei deutschen und amerikanischen Unternehmen und Universitäten auf dem Programm. Ziel der Studienreise: Erfahrungsaustausch und Einblicke in die amerikanische Unternehmenswelt. 

Vorbereitung 

Um Irritationen mit Gesprächspartnern vor Ort zu vermeiden, veranstaltete die private Hochschule ein Vorbereitungsseminar zur Reise. GGS-Professor Markus Vodosek hat mehr als zehn Jahre in den USA gelebt und gearbeitet. "Ich bin zum Code-Switcher geworden: Ich kann zwischen den amerikanischen und deutschen Gepflogenheiten hin und her switchen“, scherzt er.

Unter Geschäftspartnern ist ein kräftiges Händeschütteln, wie es in Deutschland gemacht wird, nicht üblich, sagt Vodosek. Amerikaner würden es bei einem freundlichen "Hi“ belassen. Anzügliche Witze sollten vermieden werden, warnt der USA-Experte. "Ein No-Go. Niemand wird darüber lachen. Das gehört sich in den USA einfach nicht.“

Donald Trump ist in den Vereinigten Staaten ein ebenso großes Thema wie in Deutschland – wer aber erwarte, dass der Präsident häufiges Gesprächsthema sei, der irrt, sagt Vodosek. "Im Leben der Menschen spielt Trump keine große Rolle. Die Leute sprechen mehr über Baseball und Football.“ Grundsätzlich seien Amerikaner sehr offene Menschen. "Wenn Sie einen Inlandsflug von New York nach San Fransisco buchen und neben einem Amerikaner sitzen, werden Sie bei Ankunft seine ganze Lebensgeschichte und die seiner Familie kennen“, berichtet Vodosek.

Fruchtige Sache 

Doch bei all der Offenheit und Freundlichkeit gegenüber Fremden dürfe man sich bei Geschäftsverhandlungen nicht täuschen lassen. Amerikaner blenden Freundschaften aus, es werde knallhart verhandelt, betont Christopher Stehr. Er ist Professor für internationales Management an der GGS und leitet die Studienreise.

"Ein Bekannter aus den USA hat mir die Unterschiede zwischen beiden Gesellschaften so erklärt: "Der Deutsche ist wie eine Kokosnuss, der Amerikaner ist eine Avocado“, sagt Stehr. Die Deutschen hätten eine sehr harte Schale, es brauche viel Ausdauer und Energie, um sie zu knacken. Habe man das geschafft, könne man von dieser Bekanntschaft lange zehren. Bei Amerikanern sei es umgekehrt: Sie haben eine dünne Schale, man kann schnell gute Kontakte aufbauen. An den Kern komme man aber sehr schwer ran. 

 

 

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