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Immer neugierig bleiben

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Agnes Christner freut sich richtig, dass sie zum Maybachtag gehen durfte. "Das ist bei meinen Kollegen ein sehr beliebter Termin, da wird genau geschaut, wer an der Reihe ist“, verrät die Heilbronner Bildungsbürgermeisterin. Schließlich wird an diesem Tag nicht nur ein großer Sohn der Stadt geehrt, sondern auch die fünf Wilhelm-Maybach-Preisträger, die Besten ihres Jahrgangs. 

Urenkel

Kein Wunder, dass Schulleiter Dieter Thumm auch in diesem Jahr wieder viele wichtige Gäste begrüßen kann. Thomas Gessler, Urenkel von Wilhelm Maybach, spricht für seine Familie ein mahnendes Grußwort. Er fordert eine neue Gründerkultur mit flexibleren Regularien in Deutschland, damit sich die Unternehmen nicht mehr im Silicon Valley Hilfe holen müssen. Friedrich Beck von der Wilhelm und Karl Maybach Stiftung in Stuttgart und San Francisco ermuntert die Preisträger, weiter neugierig zu sein und andere mit ihrem Wissen zu begeistern. Christoph Felder, Schulleiter des Karl-Maybach-Gymnasiums in Friedrichshafen, stellt fest, dass Theorie wie an seiner Schule und Praxis wie in Heilbronn zusammenkommen müssen. Das hätten auch schon Wilhelm und sein Sohn Karl Maybach praktiziert. 

In seinem Festvortrag geht Dr. Peter Riegger, Director Research and Technology der  MTU Friedrichshafen GmbH , auf Herausforderungen ein, vor denen Industrieantriebe der Zukunft stehen. "Der Energiebedarf muss so effizient und umweltfreundlich wie möglich produziert werden“, betont er. CO2-freie Motoren seien der nächste Schritt. Hierfür wird erzeugte Energie etwa durch Sonne oder Wind in flüssige oder gasförmige Kraftstoffe umgewandelt. "Es geht nicht darum, gegen die Elektromobilität zu entwickeln, sondern etwas für Anwendungen zu finden, wo Kraftstoff nicht ersetzbar ist.“

Preisverleihung

Tim Oberhardt aus Bad Friedrichshall hat Industriemechaniker bei der Südwestdeutsche Salzwerke AG gelernt. Ihm sei ein respektvoller Umgang immer wichtig gewesen, erklärt der stellvertretende Schulleiter Heiko Rebstock bei der Vorstellung. 

Nils Simmendinger aus Spiegelberg war Klassenbester als Elektroniker für Geräte und Systeme bei der Robert Bosch GmbH, macht jetzt seine Fachhochschulreife und will dann studieren. Marlon Fried aus Pfaffenhofen war Jahrgangsbester bei den Maschinentechnikern und hat, weil er selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist, eine sichere Prüfvorrichtung für hydraulische Rettungsgeräte entwickelt.

Fabian Mugele aus Mainhardt hat sich nie mit Musterlösungen zufrieden gegeben. Der staatlich geprüfte Elektrotechniker arbeitet jetzt bei der Firma Optima in Schwäbisch Hall. Anja Schäfer hat den besten Abschluss am zweijährigen Berufskolleg für Elektrotechnik gemacht. Inzwischen studiert die Heilbronnerin Maschinenbau und Robotik an der Hochschule Heilbronn.

 

 

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