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Hochschule erforscht Einsatz von E-Lastwagen

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Pro Jahr hauen die Lastwagen auf deutschen Straßen 56 Millionen Tonnen CO2 in die Luft. Diesel dominiert als Antriebsenergie. Den Fernverkehr von Gütern auf der Straße umweltfreundlicher zu gestalten, untersucht ein deutsch-schwedisches Forschungprojekt, an dem die Hochschule Heilbronn (HHN) mit ihrem Logwert-Labor beteiligt ist. Das Bundesumweltministerium unterstützt den Forschungsanteil der Hochschule Heilbronn mit 100 000 Euro. 

Forschungsprojekt 

Untersucht wird unter anderem die elektrische Energieversorgung im Güterverkehr auf der Straße. Alle möglichen Technologien werden berücksichtigt: Oberleitungs-Hybrid-Lastwagen, Stromschienen, die in der Straße verlaufen, Induktionssysteme, die LKW-Akkus elektromagnetisch aufladen. Es werden auch mögliche deutsch-schwedische Korridore für den elektrischen Güterfernverkehr analysiert.

Das Forschungsprojekt untersucht, welchen Beitrag ein elektrischer Güterverkehr auf die Senkung von Treibhausgasemissionen hat. Ebenfalls wird errechnet, wie viel Energie für den elektrischen Betrieb der Lastwagen bereitgestellt werden muss. Die Forscher wollen mögliche Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für den Aufbau einer grenzüberschreitenden Infrastruktur aufstellen. Und sie entwickeln Empfehlungen für den gesetzlichen Rahmen und technische Standards für den grenzüberschreitenden elektrischen Verkehr.

Innovation

Anfang des Jahres haben die Regierungen von Deutschland und Schweden eine gemeinsame Erklärung unterschrieben: "Innovation und Kooperation für eine nachhaltige Zukunft – eine deutsch-schwedische Partnerschaft für Innovation“. Vereinbart wurde eine vertiefte Zusammenarbeit zur Elektrifizierung von Lastwagen im Fernverkehr. Das Projekt soll eine gemeinsame Wissensbasis schaffen, es dient dem Erfahrungsaustausch der Wissenschaftler über Praxiseinsätze in beiden Ländern. Die Forscher diskutieren darüberhinaus Strategien für eine erfolgreiche länderübergreifende Einführung elektrischer Straßensysteme in Europa. 

Die Projektteilnehmer sind neben der HHN, das Ökoinstitut und das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Auch das Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik ist beteiligt. Auf schwedischer Seite engagieren sich unter anderem das Institut für Straßen- und Verkehrsforschung und die Königliche Technische Hochschule.

Florian Hacker, der Projektleiter am Öko-Institut, betont: "Der Straßengüterverkehr braucht angesichts der Klimaschutzanforderungen dringend Alternativen zum dominierenden Dieselkraftstoff.“ Professor Tobias Bernecker von der HHN rechnet damit, dass sich die Geschäftsmodelle für Güterverkehr und Logistik verändern. Er erwartet den Markteintritt neuer Flottenbetreiber. Für die elektrische Energieversorgung würden ebenfalls Betreiber gesucht, die über Grenzen hinwegdenken. ger

 

 

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