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Für jeden eine passende Rolle gefunden

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Was passiert, wenn man in einem Traum wohnt und sich plötzlich in einer fremden Welt wiederfindet? Das ist die Geschichte von Flupp in der wundersamen Welt Maratonga. Allein zwischen wilden Kämpfern, verrückten Dichtern und schönen Elfen versucht er alles, um dazuzugehören. Das Kindermusical "Der Tag an dem es "Flupp’ machte“ ist ein Stück über das Anderssein und die Vielfalt des Einzelnen. Mit ihrer gemeinsamen Aufführung des Musicals wollen die Andreas-Fröhlich-Schule Krautheim und die Freien Schule Anne-Sophie (FSAS) Künzelsau ein Zeichen für Toleranz und Inklusion setzen. 

Erfolgserlebnis

Es ist bereits die dritte Zusammenarbeit der beiden Schulen, viele Schüler machen zum zweiten oder dritten Mal mit. "Für die Kinder ist es immer wieder ein Erfolgserlebnis“, sagt Charlotte Buss, Praktikantin an der Andreas-Fröhlich-Schule

Jedes Kind, ob mit oder ohne Handicap, habe eine passende Rolle bekommen, jeder solle Teil des Stückes sein. Auch über das Kooperationsprojekt hinaus sei den Verantwortlichen eine intensive Zusammenarbeit wichtig. Zwei Schülerinnen der Andreas-Fröhlich-Schule sind erstmals auch Teil des Chors der FSAS. Chor und Band der Freien Schule sorgen auch für die Musik beim Musical.

Engagement

Insgesamt sechs Schülerinnen der Freien Schule spielen im Stück mit. "Es gibt ein wahnsinniges Engagement von allen Seiten. Unsere Schüler nehmen etwas fürs Leben mit“, sagt Cornelia Morris, Abteilungsleiterin der Sekundärstufe zwei an der FSAS. Immer mittwochs sind die Schülerinnen eigenständig zu den Proben der Andreas-Fröhlich-Schule gefahren. Für die Vorbereitungen seien alle Beteiligten freigestellt worden, die verpasste Schulzeit müssten sie aber selbstständig nachholen. 

Rosemarie Silberzahn, Lehrerin an der Andreas-Fröhlich-Schule, hat die Texte für einzelne Sprechrollen angepasst, so dass sie den Bedürfnissen ihrer Schüler mit Handicap entsprechen. Während der Aufführung werden selbst gemalte Bilder der Schüler in das Bühnenbild integriert. Auch die Hausmeister der FSAS haben die Produktion unterstützt: Neben der Hilfe mit technischen Dingen, haben sie eine Bühnenrampe für die Rollstuhlfahrer gebaut und bei Fahrten zwischen den beiden Schulen geholfen.

In zwei Generalproben haben die Beteiligten jeweils einen ganzen Vormittag lang gemeinsam das Stück durchgespielt. Im Vorfeld hat aber jede Schule für sich selbst geübt. Insbesondere für die Schüler der Andreas-Fröhlich Schule sei dies sehr individuell abgelaufen. Unterstützt werden sie während der Vorführung von ihren Betreuern, die auch in das Stück integriert sind.

 

 

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