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In Sachen Informatik noch fitter werden

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Schulleiter Wolfgang Dietrich bewertet das Ganze positiv: "Das erhöht die Attraktivität unserer Schule.“ Ab dem neuen Schuljahr 2018/2019 will das Zabergäu-Gymnasium Brackenheim ein zusätzliches Profilfach im Portfolio haben: "Informatik, Mathematik, Physik (IMP)“. Der Brackenheimer Gemeinderat hat am Donnerstagabend einmütig zugestimmt, einen entsprechenden Antrag beim Regierungspräsidium Stuttgart zu stellen. 

Digitale Welt 

In der digitalen Welt gewinnen Informatikkenntnisse an Bedeutung. Umso wichtiger ist der Ausbau des Informatikunterrichts. Bislang wird an den weiterführenden Schulen ab Klasse 5 ein verpflichtender Basiskurs "Medienbildung“ angeboten. Seit diesem Schuljahr wird in Klasse 7 auch noch der Aufbaukurs Informatik unterrichtet. Und in der gymnasialen Oberstufe kann schon seit Längerem das Fach Informatik bis zum Abi belegt werden.

Nun bekommen die allgemeinbildenden Gymnasien auch noch die Möglichkeit, zur Vertiefung ab Klasse 8 das neue Profilfach IMP anzubieten. Damit würde eine Lücke geschlossen. "So wird es möglich, Informatik, Mathe und Physik durchgängig bis zum Abitur zu betreiben“, verdeutlichte Dietrich. Die Gesamtlehrerkonferenz hatte das bereits befürwortet.

Mindestzahl

Als Mindestzahl fürs neue Profilfach werden zwölf Schülerinnen und Schüler gefordert. Bei 80 bis 90 Schülern pro Jahrgang sollte das gelingen, ist der Schulleiter zuversichtlich. Wer das neue Informatik-Angebot wählt, muss nach seiner Einschätzung auf jeden Fall genauso Interesse an den Naturwissenschaften mitbringen: "Sonst wird der Schüler nicht glücklich.“ 

Die Lehrerversorgung ist laut dem Direktor ausreichend, um das Zusatzangebot mit abzudecken. "Zur Zeit sind wir eher überversorgt“, sagte Dietrich auch mit Blick auf insgesamt rückläufige Schülerzahlen. Zuletzt seien Kollegen immer wieder abgeordnet worden. Schon jetzt gibt es am Gymnasium eine Fachkraft für Informatik auf dem geforderten Niveau, eine weitere Lehrkraft wird die Befähigung in einem Kontaktstudium erwerben.

Drei Profile 

Stadtrat Dr. Reinhard Ortwein begrüßte es, dass die Informatik aus dem "Schattendasein“ geholt werde. Sabine Schimpf-Mohelnik stellte sich allerdings die Frage, ob IMP nicht "eine sehr frühe Spezialisierung“ bedeute. Die Schüler wüssten sicher mehr in Mathe und Informatik als andere, räumte der Schulleiter ein – mit dem allgemeinbildenden Abschluss seien sie aber in keinster Weise festgelegt. 

Sofern das Gymnasium die Genehmigung bekommt, und damit wird gerechnet, können die Schülerinnen und Schüler schon ab Herbst zwischen drei Profilen für die Klassen 8 bis 10 wählen: das sprachliche Profil mit Spanisch als dritter Fremdsprache, dann Naturwissenschaft und Technik – und IMP.

 

 

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