Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Tänzer wollen Brücken in die Welt bauen

zurück zur Übersicht

Ihr gemeinsamer Nenner ist der Tanz: "Wir kommen aus verschiedenen Kulturen“, erklärt Dennis da Costa Oliveira. Aber alle lieben die Bewegung zur Musik. Seit Anfang des Jahres tanzen Romy, Katharina, Dennis, Samuel, Jessika und Veronika im Rahmen des Tanzprojekts Culture Crossover zusammen. Im April wollen die Jugendlichen gemeinsam nach Russland fahren, um dort in einer Tanzschule aufzutreten. "Ohne Vorurteile wollen wir uns eine eigene Meinung über das Land bilden“, erzählt Jessika Pjetri. Sie wollen zeigen, "dass wir alle gleich sind“, sagt die 21-jährige Sinsheimerin. Zwei Kameramänner begleiten die Gruppe, der Film über die Reise soll anschließend im Eppinger Jugendhaus gezeigt werden. 

Hobby

Dort hat Culture Crossover seinen Anfang genommen. In dem Projekt tanzen Kinder und Jugendliche seit zwei Jahren in verschiedenen Gruppen. "Wir wollten den Leuten ein Hobby bieten“, erzählt Tänzer Dennis da Costa Oliveira. Jugendliche gestalten die Angebote selbst, auch die Tanzgruppe für das Projekt ist auf eigene Initiative hin entstanden, nachdem es eine Einladung aus Russland gab. Dort feiert die Tanzgruppe im Kinderkulturzentrum in Pereslawl-Salesski Ende April ihr 30-jähriges Bestehen. 

"Ein guter Anlass für eine Reise“, findet die Eppingerin Katharina Martin, die Culture Crossover betreut. Sie organisiert mit Unterstützung der Deutsch-Russischen Gesellschaft Kraichgau die Fahrt und hat die Stadt, die etwa 160 Kilometer von Moskau entfernt ist, schon mehrfach besucht.

Russland erleben 

"Die Idee hat uns sofort gefallen“, sagt Samuel Karaoglan. Der 18-jährige Eppinger hat gemeinsam mit Dennis da Costa Oliveira aus Ittlingen die Tanzgruppe gegründet, die derzeit für ihren Auftritt in Russland probt. "Wir haben uns von Anfang an super verstanden“, erzählt Romy Müller aus Zaberfeld. Die Jugendlichen haben eine musikalische Zeitreise mit verschiedenen Tanzstilen vorbereitet. Choreografie, Outfits, Musik – alles haben die sechs jungen Leute selbst zusammengestellt.

Vom 27. April bis zum 1. Mai wollen sie nach Russland fliegen, neben der Bühnenshow sind Begegnungen und gemeinsame Workshops mit russischen Tänzern geplant. "Wir freuen uns total“, sagt Jessika Pjetri. Ganz offen wollen sie in das Land reisen, sich frei machen von den vielen negativen Schalgzeilen und "Russland von einer anderen Seite“ erleben. Deswegen ist es ihnen auch wichtig, die Erlebnisse zu dokumentieren und anschließend zu teilen. "Wir wollen Brücken bauen“, sagt Katharina Martin.

Erfahrungen

Die Tänzer freuen sich auf neue Erfahrungen, trotz der Skepsis, die ihnen immer wieder begegnet. "Wir erhalten nicht so viel Unterstützung wie erhofft“, sagt Jessika Pjetri. Beispielsweise fehlen Sponsoren, die das Projekt mitfinanzieren. "Es fehlt noch einiges“, gibt Katharina Martin zu. Flüge nach Moskau müssen bezahlt werden, von dort geht es mit dem Bus weiter, eine Unterkunft ist bereits reserviert. Einen Teil der Kosten tragen die Teilnehmer selbst, aber als Schüler und Auszubildende seien sie auf Hilfe angewiesen, betont Jessika Pjetri. Deshalb werben die Tänzer in sozialen Netzwerken für ihre Idee: "Wichtig für die Völkerverständigung“ sei ihre Reise, erklären die jungen Leute. Sie selbst haben alle unterschiedliche Wurzeln, ihre Familien kommen aus Portugal, der Ukraine, Russland oder Deutschland. Gemeinsam wollen sie Russland erleben und tanzend Freundschaften schließen. "Wir können es kaum erwarten“, sagt Jessica Pjetri. 

Kontakt zur Tanzgruppe kann hier aufgenommen werden. 

 

 

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar 2022 ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.