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Erfolgreich gegen Heilbronner Drogenbande

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Die Polizei hat einer international agierenden Drogenbande, die vor allem in der Heilbronner Innenstadt in großem großen Stil mit Rauschgift gehandelt hat, das Handwerk gelegt. Es gab 17 Verhaftungen. Drahtzieher sollen ein aus Albanien stammender Italiener (29), ein weiterer Italiener (28) und ein Deutsch-Libanese (29) sein. Der Bande wird der Verkauf von 40 Kilogramm Marihuana und Kokainmengen im dreistelligen Grammbereich zur Last gelegt.

Schlag gegen die Bande 

Dem Schlag gegen die Bande gingen umfangreiche verdeckte Ermittlungen voraus − unter anderem Observationen und Telefonüberwachungen. Diese verdeckten Ermittlungen gibt die Polizei als Grund an, warum sie bisher nicht mit noch sichtbareren Maßnahmen gegen die Drogenszene auf dem Heilbronner Marktplatz vorgegangen ist. "Der Umfang des Verfahrens erklärt, warum wir nicht schon früher an die Öffentlichkeit gegangen sind", betont Polizeisprecher Frank Belz. Der Ermittlungserfolg sollte nicht gefährdet werden.

Langwierige und zeitintensive Ermittlungen

Die Fahnder kamen der Bande durch Hinweise aus der Szene im Sommer 2017 auf die Spur, so Rauschgiftfahnder Jörg Tüx. Die drei Haupttäter wurden im Dezember 2017 festgenommen. Sie bezogen ihren Stoff aus Albanien, den Kuriere nach Heilbronn brachten. Die beiden Italiener und der 29-Jährige, der die deutsche und libanesische Staatsbürgerschaft hat, hielten sich überwiegend in Cafés und Einkaufspassagen der Innenstadt auf. Von hier aus organisierten sie ihre Drogengeschäfte. In der City fand das Trio auch einen Großteil ihrer Drogenabnehmer. Laut Tüx war die Mindestmenge, die sie verkauften, 500 Gramm.

Die langwierigen und zeitintensiven Ermittlungen "haben uns an die Grenze der personellen Kapazitäten gebracht", berichtet der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizei, Andreas Mayer. Es gab 32 Hausdurchsuchungen bei Rauschgiftabnehmern und Haftbefehle gegen 17 Personen, die nun im Gefängnis sind.

Marihuana gegen Kokain

Unter ihnen sind auch vier syrische Asylbewerber, die die Szene auf dem Heilbronner Marktplatz versorgt haben. Sie kauften von dem Trio das Marihuana und lieferten im Gegenzug Kokain an ihre Großdealer. Woher dieses Koks stammt, "ist noch Gegenstand der Ermittlungen", sagt Tüx. Drei der vier Syrer wohnten in einer Unterkunft im Raum Bad Friedrichshall, einer in Heilbronn.

In der vergangenen Woche wurden die vier Syrer dingfest gemacht. Damit schließt die Kripo die operativen Maßnahmen in dem Fall ab. Einer der Syrer war am vergangenen Dienstag in Streitigkeiten in der Windgasse verwickelt und dabei festgenommen worden. Auch ein Albaner, der aus einem Café am Heilbronner Marktplatz heraus mit Kokain gehandelt haben soll und den die Polizei Mitte Februar festgenommen hatte, soll Marihuana von dem Trio bezogen haben.

Bereits Ende Januar berichteten junge Flüchtlinge von Drogenkriminalität auf dem Heilbronner Marktplatz:

 

 

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