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Kraichgauschule: Der Unterricht geht wieder los

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Nach dem Brandschaden und der anschließenden mehr als einwöchigen Zwangspause soll der Unterricht in der Eppinger Kraichgauschule am Dienstag weitergehen. Vier 13-Jährige hatten laut Polizei vor über einer Woche in dem Gebäude im Stadtteil Elsenz gezündelt und so das Feuer entfacht. Der Schaden ist noch gar nicht abzuschätzen. 

Der Jahresausflug läuft nach Plan 

Gestern war erst einmal der Jahresausflug für die 65 Schüler angesagt. Endlich etwas, das nach Plan lief, in der zuletzt gebeutelten Kraichgau-Förderschule. Auf der Homepage war zu lesen: "Ab Dienstag, den 15. Mai, findet wieder regulärer Unterricht statt. Der Schülertransport und der Ganztagesbetrieb sind wie gewohnt geregelt.“ Das bestätigte am Montagnachmittag auch die Stadt als Schulträger. "Wir gehen davon aus, dass der Unterrichtsbetrieb wieder laufen kann“, so Rathaussprecher Sönke Brenner. Demnach sind die Räume im Obergeschoss nutzbar. Im Parterre und im Foyer, wo das Feuer ausgebrochen war, sind die Schäden offenbar weitaus größer als zunächst angenommen. "Im Erdgeschoss“, erläutert Brenner, "ist eine Spezialreinigung notwendig, das Stockwerk muss weitgehend entkernt werden.“ 

Die Stadt hat die Schäden ihrem Versicherer, dem Badischen Gemeindeversicherungsverband, gemeldet. Inwieweit die Assekuranz die mutmaßlichen Verursacher und ihre Familien in Regress nimmt, darüber kann die Stadt keine Auskunft geben. Wenn Kinder zündeln, ist die Haftungsfrage oft eine knifflige Einzelfallentscheidung. Ab sieben Jahren sind Kinder bedingt deliktfähig. Sie haften je nachdem, wie weit sie in ihrer persönlichen Entwicklung sind. Die Haftungsfrage kann also nur im Einzelfall entschieden werden, wie ein großer Versicherer auf seiner Homepage schreibt. Hat das Kind nachweislich vorsätzlich gehandelt, muss der Haftpflichtversicherer nicht zahlen. Die Polizei hatte den Schaden nach ersten Erkenntnissen auf 95 000 Euro geschätzt. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass es wesentlich mehr sein wird. Über Beträge zu reden, sei "Spekulation“, so Rathaussprecher Brenner.

Vorgehen der Brandstifter

Laut Polizeibericht waren vier 13-Jährige am 5. Mai durch ein offenes Fenster in das Gebäude eingestiegen. Dort hatten sie mit mitgebrachten Feuerzeugen und Streichhölzern das Feuer entfacht, das vor allem im Foyer und im Schülercafé großen Schaden anrichtete. Die Feuerwehr Eppingen war mit sieben Löschfahrzeugen und 51 Einsatzkräften im Einsatz. Sie hatten den Brand rasch im Griff. Ein Sachverständiger hat vergangene Woche Proben zur Schadstoffbelastung genommen. Laborergebnisse lagen laut Stadt bis Montag nicht vor. Dem Unterrichtsbetrieb im Obergeschoss stehe trotzdem nichts im Weg.

 

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