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Vom Bücherwurm zum Jung-Autor

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Vor einem Jahr hat der 16-jährige Jan Steinmacher seinen Erstlingsroman "Rebels – Der Anfang“ im Selbstverlag bei Tredition veröffentlicht (wir berichteten). Bereits seit März gibt es den zweiten Teil der Trilogie mit dem Titel "Die Legende“. "Der Erfolg des ersten Bandes mit rund 500 verkauften Exemplaren hat mich stark motiviert, gleich Teil zwei zu schreiben“, berichtet der angehende Abiturient des Evangelischen Paul-Distelbarth-Gymnasiums Obersulm am Mittwoch bei der Lesung aus dem neuen Buch im örtlichen Kultursaal.

Helden im Jahre 2100

Mit 431 Seiten ist Band zwei wesentlich dicker als Teil eins, der 296 Seiten hat. Zur Lesung hat die Gemeindebücherei Obersulm eingeladen. 15 Zuhörer, Freunde, Mitschüler und Familienmitglieder von Jan Steinmacher lauschen gespannt den Auszügen aus den ersten Kapiteln von "Rebels – Die Legende“.

Erneut entführt der Hobby-Schriftsteller die Leser in die Welt des Jahres 2100. Dort erheben sich seine Helden, die 17-jährigen Zwillinge Jason und Derek, mit ihren Teenager-Freunden gegen ein totalitäres Militärsystem im "Distrikt 7“ (vormals USA).

Ständig ausgeliehen

"Jan war schon als Abc-Schütze in unserer Bücherei ein Bücherwurm und ist bis heute ein treuer Nutzer unserer Medienangebote“, erzählt Katharina Breig. Sein Erstlingsexemplar der Bücherei sei ständig ausgeliehen. Die Leiterin der Bücherei hat die Lesung organisiert. Sie stellt den jungen Schriftsteller und Fan von Fantasy und Science Fiction zu Beginn vor.

Beeindruckt sind die Büchereichefin und die Besucher von dem professionellen Filmtrailer, den Jan Steinmacher und sein Vater Thomas am Anfang der Buchpräsentation vorspielen. "Ich finde es großartig, wie Jan seinen Roman aufbaut“, lobt Katharina Breig nach der Lesung. Der Text halte die Spannung und sei gut ausgewogen zwischen epischer Erzählung und wörtlicher Rede. "Das macht ihn sehr unterhaltsam und lebendig, eine enorme Leistung“, findet Breig. Der Beifall der Zuhörer gibt ihr Recht.

Strukturierter und effizienter

"Meine Kreativität hat gesprudelt“, erzählt Steinmacher. Trotz viel mehr Seiten sei Band zwei ebenso innerhalb eines Jahres wie der erste Teil entstanden. "Hat sich etwas an deinem Schreibstil verändert?“ möchte eine Zuhörerin in der abschließenden Fragerunde wissen. "Beim ersten Buch habe ich einfach drauflos geschrieben, beim zweiten Band war ich wesentlich strukturierter und effizienter“, erläutert der Schüler. 

Er schreibe fast in jeder freien Minute, sogar im Auto, wenn die Familie in Urlaub fahre. "Hast du im Verlag einen Lektor?“ fragt Katharina Breig. "Nur für die Rechtschreibung, über den Inhalt spreche ich mit meiner Mutter oder meiner Freundin“, antwortet das literarische Nachwuchstalent. "Ich meine, er hat sich stilistisch weiterentwickelt“, lobt Mutter Cornelia Steinmacher.

"Ich bin ein Fan von Science Fiction und von Jan, schon der erste Band hat mir sehr gefallen“, sagt Sophia Eschbach aus Oberstenfeld. Ihr Vater Andreas lässt sich das Buch vom Autor signieren und sagt: "Es wird ein Geschenk für die Oberstenfelder Bücherei.“

 

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