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Genügend Schüler, genügend Nachfrage

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Die SPD-Landtagsfraktion hat sich sich im Rahmen ihrer dreitägigen Klausur in Bad Rappenau auch die Verbundschule angeschaut. 

Antrag auf eine gymnasiale Oberstufe

Im Schuljahr 2013/14 ist der erste Gemeinschaftsschulzug gestartet. Heute existiert er parallel zum Realschulzug. Der Fusionsprozess zur Verbundschule, so Rektorin Yvonne Geier, habe viel Kraft und Zeit gekostet. "Aber wir sind eine Schule geworden“, betont sie.

Beide Schulzweige hätten alle Lehrer, den gleichen Bildungsplan und die gleiche Schulordnung, Schülervertretung und AG-Angebote. Alle Schüler haben die Möglichkeit, aufs Gymnasium zu gehen. Die Stadt hat Ende Januar den Antrag auf eine gymnasiale Oberstufe an der Gemeinschaftsschule gestellt, um den Schülern den Weg zum Abitur zu eröffnen. Die Antwort steht noch aus.

"Wir haben davor eine Umfrage gestartet, ob Interesse besteht“, erklärt die Rektorin. Außerdem habe sie mit anderen Gemeinschaftsschulen in der Umgebung gesprochen, die in die festgelegte Raumschaft fallen. Es sind Standorte, die in sieben bis 48 Minuten Fahrzeit erreichbar sind. "Wir sind ländlicher Raum. Da gibt es nur wenige Gemeinschaftsschulen mit dem Potenzial, das Abitur zu machen.

Politische Debatte

Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Fulst-Blei sieht einen Grund dafür auch in der Raumschaft. "Das ist gerade eine knallharte politische Debatte im Landtag. Ich finde, es gibt da politische Maßnahmen von Kultusministerin Susanne Eisenmann, die den Gemeinschaftsschulen das Leben schwer machen. Es wäre logischer, am Standort zu bleiben“, so der SPD-Abgeordnete. 

Insgesamt gibt es an der Verbundschule 120 Zehntklässler. Bei sieben Klassenzügen, sagt Geier, "kann mir keiner erzählen, dass die Vierzügigkeit für eine gymnasiale Oberstufe nicht erreicht ist.“ Sie glaubt an eine Zusage: "Wir haben die Schülerzahlen, auch für umliegende Gemeinschaftsschulen, sonst hätten wir den Antrag nicht gestellt.“ Auch Oberbürgermeister Sebastian Frei zeigt sich positiv: "Ich bin von Haus aus Optimist und hoffe auf ein Einsehen der Politik.“

Eine große Gemeinschaft

Fulst-Blei fragte, wie es mit der Gemeinschaft an der Verbundschule aussieht. Als ehemaliger Berufsschullehrer habe er viele schlechtere Schüler aufgebaut. Wenn die Gemeinschaftsschule Motivation und Perspektiven für alle bieten könne, wäre natürlich "der Oberhammer“. Geier bestätigte, dass die Schule zu einer großen Gemeinschaft zusammengewachsen ist: "Letztes Jahr haben wir die Abschlussfeier der Hauptschule neu erfunden. Die Realschüler wollten auch dabei sein und so hatte die ganze Klasse eine gemeinsame Feier.“ 

Vom Lehrermangel in Baden-Württemberg ist die Verbundschule mit ihren 75 Lehrkräften nicht betroffen. Keine Klasse ist unbesetzt. Kommt die Zusage für die gymnasiale Oberstufe, wären aber weitere Lehrkräfte nötig.

 

 

 

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