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Nach dem Abitur?

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Zahlreiche junge Frauen und Männer nehmen nach dem Abitur eine längere Auszeit. Der Trend nimmt in den letzten Jahren zu; en vogue sind Angebote, bei denen die jungen Leute ein Jahr lang eine fremde Gegend irgendwo auf der Welt bereisen und bei kürzeren Arbeitsabschnitten dort ihren Lebensunterhalt verdienen. Ziel ist dabei nicht nur, fremde Länder kennenzulernen, sondern auch einen Hinweis darauf zu bekommen, wie sie ihr Leben gestalten möchten. 

Kirche unterstützen 

Andere Schulabgänger entscheiden sich bewusst für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in heimischen Gefilden, um ihre künftige berufliche Richtung zu erkunden. Helena Haas aus Bockschaft etwa absolviert gerade ihr FSJ bei der Diakonie Baden. Ihre Einsatzstellen sind die evangelischen Kirchengemeinden Kirchardt und Berwangen von Pfarrerin Karin Frasl

"Meist bin ich mit der Pfarrerin unterwegs“, erzählt sie. Sie hilft ihr beim Religionsunterricht in den dritten und vierten Klassen der Birkenbachschule, beim Vorbereiten der Minikirche, also dem Gottesdienst mit ganz kleinen Kindern und deren Eltern. Haas hilft aber auch beim Vorbereiten von Gottesdiensten. 

Wartelisten aussitzen 

Einen Tag pro Woche geht sie Monika Ziegler im Betreuten Wohnen zur Hand, einen Tag arbeitet sie im Kindergarten Goethestraße. Sie schreibt Texte für den Gemeindebrief und hilft bei der Büroarbeit im Pfarramt. Vor Kurzem organisierte sie mit einigen anderen eine Kindergottesdienstnacht. Dass sie beim Konfirmandenunterricht mithilft, ist für Helena Haas kein Neuland. Seit fünf Jahren ist sie in diesem Bereich bereits ehrenamtlich in der Kirchengemeinde tätig.

Helenas ursprünglicher Plan war es, nach dem Abitur gleich ein Studium der Biologie für das Lehramt an Gymnasien zu beginnen. Trotz sehr guten Abiturnoten bekam sie keinen Studienplatz. "Die Wartelisten sind sehr lang“, erklärt sie.

Zeit nicht verschwenden 

Das FSJ sieht sie als Entscheidungshilfe, etwa bei der Frage, ob das Studium tatsächlich zu ihr passt. Großen Spaß im FSJ macht Haas die Arbeit mit unterschiedlichen Menschen ganz unterschiedlichen Alters. "Besonders gern arbeite ich mit Kindern, denn da kommt wirklich was zurück.“ Das Lehramtsstudium steht darum weiterhin ganz oben auf ihrer beruflichen Wunschliste, aber demnächst nimmt sie auch am Mediziner-Test teil.

Helena Haas spricht Spanisch. Darum überlegte sie, nach der Schule eine Weile ins Ausland zu gehen. "Aber ich merkte: Es war mir wichtig, etwas zu machen, das mir weiterhilft, mich zu entscheiden. Und etwas Nützliches kennenzulernen.“

Jugendarbeit fördern

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Heilbronn absolviert die Bockschafterin Alice Krause ihr FSJ im Bereich Jugendarbeit und Jugendrotkreuz. Unter anderem baute sie die noch neue Jugendrotkreuz-Gruppe in Kirchardt auf und leitet diese. Alice Krause möchte den Kindern das Helfen schmackhaft machen und sie Wissenswertes zum Thema lehren. Nach dem FSJ möchte sie die Gruppe ehrenamtlich weiterführen. Für das FSJ wählte sie das DRK wegen der vielfältigen Aufgaben. 

Im Anschluss an das FSJ möchte Krause Jugend- und Heimerzieherin werden mit Sozialpädagogik und Management als Schwerpunkt. Ein Auslandsjahr nach der Schule kam für sie nicht in Frage: "Ich gehe nicht gern so lange von daheim weg, ich bin gern in der Nähe von meinen Menschen.“ Es gibt aber auch FSJler, die ihr freiwilliges Jahr abbrechen. In der Hellberg-Schule in Eppingen etwa kündigte die FSJlerin heuer nach einem knappen halben Jahr. Doch der Grund war erfreulich: Sie hatte doch noch einen Studienplatz bekommen.

 

 

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