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Auf freiwilliger Basis

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"Ich habe früher auch hin und wieder mal eine Kippe weggeworfen oder anderen Blödsinn gemacht“, sagt der 80-jährige Günter Schmidt. "Man sollte dann aber auch dafür zur Verantwortung gezogen werden.“ Deshalb beobachtet der Spaziergänger gut gelaunt die 20 Abiturienten im Wertwiesenpark mit ihren blauen Säcken, Handschuhen und Greifzangen. 

Freiwillig gemeldet

"Einige bewegen sich zwar noch etwas schwerfällig, aber das sind bestimmt die Nachwirkungen von gestern Abend“, vermutet Schmidt. Wichtig sei, dass sie es überhaupt machen. "Denn am Morgen nach den Abifeiern sieht es hier manchmal schon richtig schlimm aus.“

"Am nervigsten sind die Zigarettenstummel. Die sind so klein, liegen überall und sind auch ein bisschen eklig“, sagt Laura Huber. Gestern hatte die Schülerin der Gustav-von-Schmoller-Schule ihre letzte Abi-Prüfung, heute zieht sie mit einem großen Müllsack durch den Wertwiesenpark. "Wir haben gestern Abend schon ein bisschen Müll mitgenommen, aber der Großteil wird natürlich erst am Tag danach entsorgt“, sagt ihre Mitschülerin Nele Einfeldt.

Dass sich die beiden freiwillig für die Aufräumaktion meldeten, war für sie klar. "Zwei Schüler pro Klasse müssen anpacken. Bei uns haben sich vier gemeldet. Es ist doch selbstverständlich, dass man nach dem Feiern seinen Müll entsorgt“, so Laura Huber.

Klare Erleichterung

Lars Hofmann und Valentin Russ von der Wilhelm-Maybach-Schule sehen das genauso: "Wer saufen kann, der kann am nächsten Tag auch aufräumen“, sagt Valentin Russ lachend. "Die frische Luft tut sogar überraschend gut“, betont Lars Hofmann. Die Feier war für beide so gelungen, dass sie die Aufräumerei am nächsten Tag gerne in Kauf nehmen. "Das Wetter hat gestern gehalten, wir haben viele Leute getroffen, die man ewig nicht mehr gesehen hatte, halb Heilbronn war da“, so Valentin Russ. "Ich bin einfach total erleichtert, dass die harte Zeit und das viele Lernen geschafft sind“, betont Lars Hofmann. 

War der Park an der Konzertmuschel am Morgen noch übersät mit Flaschen, Taschentüchern und Zigaretten, sind die Überreste 30 Minuten später weitgehend verschwunden. "Wenn so viele mit anpacken, dann sieht man immer recht schnell Land“, sagt Marianne Fix vom Schul-, Kultur- und Sportamt.

Jährliche Routine

So unkompliziert wie heute laufe es nicht immer ab. "Manchmal liegen viele Glasscherben rum, da muss man gut aufpassen.“ Fix überprüft nicht nur die Anwesenheit, sie versorgt die Schüler nach dem Einsatz mit Butterbrezeln, Fleischkäse-Brötchen und Getränken.

Greifzangen, Beutel, Mülleimer und Handschuhe haben Werner Müller und Horst Ziegler vom Betriebsamt vorbeigebracht. Für die beiden ist das jährliche Routine. Seit Jahren hat nicht nur die Feierei im Wertwiesenpark, sondern auch das Saubermachen am Tag danach in Heilbronn Tradition. Wiederholt wird das Ganze Anfang Mai, wenn die allgemeinbildenden Gymnasien feiern und anschließend aufräumen. 
 

 

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