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Das Sozialamt der Stadt Heilbronn, das Jobcenter und die Agentur für Arbeit wollen im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit gemeinsame Sache machen. Ab Herbst soll im Gebäude der Arbeitsagentur an der Rosenbergstraße die Jugendberufsagentur eingerichtet werden, eine Anlaufstelle für Menschen unter 25 Jahren. Dort gibt es Infos, Beratungsangebote und Dienstleistungen aller drei Institutionen. Stadt und Jobcenter schaffen sogar zusätzliche Stellen. 

Institutionen vereinen

Maria-Magdalena Dietz, Geschäftsführerin des Jobcenters, erklärte diese Woche im Sozialausschuss: "Wir wollen bisherige Angebote optimieren und ein Netzwerk aufbauen, so dass die Hilfe aus einer Hand erfolgt.“ Sozialamtschef Achim Bocher erklärte, man werde den separaten Eingang im Gebäude der Arbeitsagentur so gestalten, dass sichtbar wird: "Hier ist der Eingang für Jugendliche.“ Unter anderem über Social Media soll das Angebot bekannt gemacht werden.

Der Anlass für die Offensive ist nicht erfreulich. Heilbronn hat landesweit die höchste Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen, sie liegt bei über vier Prozent. Deshalb wird nun kooperiert. Im Bildungsbeirat erläuterte Kai Lepper von der Arbeitsagentur: "Wir bündeln das Angebot, um möglichst wenig Lücken in den Lebensläufen zuzulassen.“ Das Motto: drei Häuser, eine Tür. 

Unter einem Dach

Es könnte um Fragen gehen wie: Welche finanzielle Unterstützung kann ich erhalten? Welcher Beruf passt zu mir? Welche Schule kann ich besuchen? Für Antworten muss man im Idealfall nicht mehr zu verschiedenen Stellen. "Manchmal wird man vielleicht einen Berater zwei Zimmer weiter aufsuchen, in anderen Fällen wird ein neuer Termin in der Jugendberufsagentur mit den richtigen Ansprechpartnern vereinbart“, sagt Agnes Christner. Sie sagt zudem: "Es soll natürlich nicht so sein, dass man nur an andere Stellen verwiesen wird. Sonst könnten wir uns das schenken.“

Für das Gemeinschaftsprojekt kommen eineinhalb Extra-Stellen von der Stadt, weitere eineinhalb Stellen vom Jobcenter. Die Arbeitsagentur schafft keine neuen Stellen, aber ordnet ebenfalls 1,5 Berater/Vermittler ab. Zusätzlich werden Berater aus allen Einrichtungen bei Bedarf vor Ort sein.

Positiv aufgenommen 

Damit wurden auch die Bedenken von Stadtrat Thomas Randecker (CDU) zerstreut, der kein bürokratisches Monster schaffen lassen möchte. Lob gab es von allen Gemeinderatsfraktionen für das Vorhaben. Wolf Theilacker (Grüne) regte an, sich nach einem halben Jahr auch aktiv bei den Jugendlichen zu erkundigen, ob alles erledigt sei. Diese Idee soll aufgegriffen werden, sagte die Sozialbürgermeisterin zu. Marianne Kugler-Wendt (SPD) erklärte, sie habe erst kürzlich erfahren, dass die Zahl der Jugendlichen ohne Arbeit und Ausbildungsstelle steigt. "Das beste wäre, wenn die Jugendberufsagentur nach dem Schuljahresende im Juni starten könnte.“ 

Das ist nicht mehr möglich. Zwar wurde schon Anfang 2018 mit der Gründung einer Arbeitgruppe mit dem Projekt begonnen. Doch es stehen noch Arbeiten an. Unter anderem muss das Thema im Mai im Jugendhilfeausschuss behandelt werden. Im Herbst soll die Jugendberufsagentur starten. Neben dem ständigen Angebot sollen die Berater dann auch aktiv an die Schulen gehen, um mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

 

 

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