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Fest für ein friedliches Volk

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Was wurde alles unternommen, um das Volksfest in der ersten Ferienwoche und als Parallelveranstaltung zur Buga zum Erfolg zu führen? Vieles davon hat funktioniert. Entscheidend waren nach Ansicht der Verantwortlichen zwei Dinge: Das gute Wetter sorgte fürs Publikum. Und das Publikum war friedlich. Nachdem das Fest am Sonntagabend mit Feuerwerk endete, dürften eine Viertelmillion Gäste gekommen sein. 

Platzverweise

Die Polizei sprach zwar mehr Platzverweise aus als im vergangenen Jahr – acht bis Ende der Woche – doch vor allem Gruppen im Randbereich waren betroffen. Mit zwei Körperverletzungen bei einer Veranstaltung in dieser Größenordnung gab es keine besonderen Auffälligkeiten. "Das heißt, dass die Polizei in der Regel aktiv wurde, bevor etwas passiert ist", erläutert Steffen Schoch, Geschäftsführer der Heilbronn Marketing (HMG). 

Einig war sich Schoch mit Göckelesmaier-Wirt Karl Maier und dem Polizeirevierleiter Thomas Nürnberger, dass die Stimmung auf der Theresienwiese in diesem Jahr äußerst friedlich war – ein Familienfest. "Ein richtiges Fest fürs Volk", sagt Maier. Die Besucher mit Migrationshintergrund seien da eingeschlossen. "Von den Schaustellern wurde mir zurückgemeldet, dass gerade sie hier auffallend freundlich sind. Das sei nicht überall der Fall."

Holpriger Start 

Im vergangenen Jahr hatte die Hitzewelle Heilbronn fest im Griff. Entsprechend weniger Besucher kamen, die dann auch wenig warmes Essen verzehrten. In diesem Jahr war nur der Auftakt des zehntägigen Fests getrübt durch Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke, dann war noch der Samstagabend verregnet. Weitere Kapriolen gab es nicht. So ist Festwirt Maier zufrieden: "Wir werden beim Bier die 200-Hektoliter-Marke überschreiten." 2018 war nicht einmal mehr so viel verkauft worden, nachdem vor einigen Jahren noch die 300-Hektoliter-Marke als Maßstab für ein gutes Jahr galt. 
Anfangs wurde auch die Ermäßigung für Buga-Karten-Besitzer nicht besonders gut angenommen. "Auch das hat sich geändert", sagt Maier. Mehr als 500 Besucher zeigten zwischenzeitlich ihre Karten vor, um für zwölf Euro statt für 15,80 ein Maß Bier und ein Göckele zu bekommen.

"Überhaupt sind die Preise hier doch sehr gemäßigt", betont Schoch. Bei manchem Dorffest müsse man inzwischen tiefer in die Tasche greifen. Damit reagierte er auch auf den "Shitstorm", den es in den sozialen Netzwerken gegeben habe, weil bestimmte Parkplätze in diesem Buga-Jahr nicht mehr kostenlos waren. Er hinterfrage grundsätzlich jede Kritik, ob man nicht etwas verbessern könne. "Aber das hatte mit dem Volksfest nichts zu tun", sagt Schoch. "Da wurde einfach Stimmung gemacht." Insgesamt habe es genügend Parkplätze gegeben. Auf der Sportwiese beim Frankenstadion seien immer Kapazitäten frei gewesen.

Zwänge

Weiterhin nicht glücklich ist Festwirt Maier über den Zeitpunkt Anfang der Ferien, wo viele Familien und Studenten die Stadt verlassen haben und auch Vereine und Firmen kaum noch die Chance sehen, als Gruppe aufs Fest zu kommen.

Schoch verweist auf die Zwänge. Veranstaltungen im Umfeld wie der Wimpfener Talmarkt würden den Termin Ende Juni/Anfang Juli ausschließen. Im nächsten Jahr gebe es auch noch eine Neuauflage des Neckarfests am ersten Juli-Wochenende. "Wir tun uns schwer, einen anderen Termin zu finden." 

 

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