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Trend zu wärmeren Sommern

Übersicht

Es bleibt dabei: Das Jahr 2019 ist in der Region deutlich wärmer als der langjährige Durchschnitt. Auch der Juli brachte mit 20 Grad Monatsmitteltemperatur in Obersulm und Öhringen einen klaren Wärmeüberschuss um mehr als zwei Grad. 

Spitzenwerte

Vier Tage über 35 Grad in Folge mit einem Spitzenwert von 38,6 Grad am 25. Juli in Obersulm, acht heiße Tage über 30 Grad (üblich sind drei) sowie 273 Stunden Sonnenscheindauer sind herausragende Werte. Auch die zwei Tropennächte in Öhringen, in denen das Thermometer nicht unter 20 Grad sank, sind nach Angaben von Andreas Pfaffenzeller vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart "selten".

Der Trend ist deutlich: In sechs von sieben Monaten lag die Mitteltemperatur im Jahr 2019 über dem langjährigen Durchschnittswert, teilweise um mehr als drei Grad darüber. Auch wenn die 40 Grad als Spitzenwert in diesem Sommer im Unterland und Hohenlohe noch nicht geknackt wurden – es wird weiter wärmer. Die aktuellen Daten "reihen sich ein in die der letzten Jahre", sagt Experte Pfaffenzeller.

Kaum Landregen

Was die Niederschläge betrifft, reicht das Jahr 2019 nicht an die extreme Trockenheit des Vorjahres heran. Durch kräftige Gewitterregen am 20. Juli schaffte Obersulm im Vormonat sogar ein Niederschlags-Plus, während es in Öhringen und Waibstadt bei Sinsheim etwas zu trocken war. Dennoch fehlen gegenüber dem langjährigen Mittelwert in Obersulm und Öhringen in den ersten sieben Monaten 45 bis 50 Liter Regen je Quadratmeter. Umgerechnet ist das im Schnitt der Regen von drei bis vier Wochen. Aber: Vergleicht man die ersten sieben Monate im Trockenjahr 2018 mit 2019, so ist das aktuelle Jahr deutlich feuchter. Es stehen 110 bis 150 Liter je Quadratmeter mehr in der Bilanz. Beispiel Obersulm: Von Januar bis Juli 2018 fielen 338 Liter Regen, in diesem Jahr immerhin 483 Liter

Für Andreas Pfaffenzeller gibt es einen klaren Trend: Immer öfter hängt die Niederschlagsmenge an einem Ort im Sommer vom Auftreten lokaler Gewitter ab. Großflächige Regenlagen "nehmen ab, Landregen im Sommer werden weniger".

Weinqualität

Für den Weinbau in der Region ist das Wetterjahr 2019 bisher "okay", sagt der Heilbronner WG-Geschäftsführer Karl Seiter. Zwar bereite Sonnenbrand an Trauben und einigen Stielen Probleme – aber es habe so gut wie keinen Hagel gegeben und man habe in diesem Jahr nur an wenigen Orten Weinberge gewässert. Es sei kein Vergleich zum Trockenjahr 2018. "Es gibt nichts zu jammern." Beim Wein erwartet Seiter einen qualitativ guten Jahrgang, bei den Mengen etwas geringere Erträge zwischen 115 und 120 Kilogramm pro Ar. 

 

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