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Dorf of Tomorrow

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Buntes Scheinwerferlicht, elektronische Tanzmusik, eine ausgelassene Festivalstimmung. Und das alles inmitten der Natur im kleinen Örtchen Korb mit seinen rund 300 Einwohnern. "Party funktioniert nicht nur im städtischen Raum" – genau das ist die Intention des Festivals "Dorf of tomorrow", wie der 25-jährige Organisator Patrick Schmidt berichtete.

Nicht nur junge Menschen feierten am vergangenen Samstag in der 1600 Quadratmeter großen Hergstbachtalarena. Auch älteres Publikum wurde von der Veranstaltung angezogen. "Das Besondere ist, dass ein Festival dieser Art einmalig in der Region ist", sagte Schmidt stolz. 

Anfangsschwierigkeiten

Laute Beats von House bis Hardstyle erfreuten jubelnde Festivalbesucher am Abend. Doch diese stimmungsvolle Atmosphäre kam noch nicht am Nachmittag auf: "Anfangs hatten wir mit zwei Stromausfällen zu kämpfen", schilderte der Organisator. Ab 18 Uhr lief dann jedoch alles nach Plan und ohne weitere Zwischenfälle, während gleichzeitig immer mehr Gäste auf das Gelände strömten

Nach rund 800 Besuchern im vergangenen Jahr war dieses Jahr das Ziel, 1000 Musikfans anzuziehen. Dieser Wunsch wurde bei Weitem übertroffen: "1500 Gäste waren es letztlich", freute sich Schmidt.
900 Tickets seien bereits im Vorverkauf vertrieben worden. Doch auch einige Kurzentschlossene kauften an der Abendkasse eine Karte. "Die Gäste kommen tatsächlich nicht nur aus dem Raum Heilbronn, Mosbach und Schwäbisch Hall", führte der 25-jährige aus. Von Worms bis nach Zürich seien vor der Veranstaltung Karten verkauft worden.

Seit Oktober vergangenen Jahres war der Korber mit der Planung für einen einzigen Tag beschäftigt, und das vollkommen ehrenamtlich. Eigentlich ist Patrick Schmidt Sicherheitsingenieur, doch in seiner Freizeit legt er gerne auf. Unter den elf DJs mit internationalen Top-Acts wie Moestwanted feat. Hypercat, Newclaess, Dschafar und Fabian Farell präsentierte er sich selbst auf der Bühne.
"Es wäre natürlich sehr schön, irgendwann hauptberuflich als Eventmanager und DJ leben zu können“, meinte er. Die DJs zu organisieren sei ziemlich problemlos gewesen, nur die wenigsten sagten ab, erzählte Schmidt. Die größte Herausforderung habe ihn tatsächlich erst wenige Tage vor der Veranstaltung getroffen, denn spontan sei eine statische Berechnung der Brücke am Eingang verlangt wurden.

Begeistert

Besonders positiv bewertete Festivalbesucher Dominik Salmen den "schnellen Musikwechsel und die gelungenen Übergänge zwischen den einzelnen Songs". Zudem war er überrascht von dem großen Angebot an verschiedenen Bars. Die friedliche Atmosphäre ohne Anzeichen von Aggressivität sei auch nicht selbstverständlich, betonte er. 

Obwohl Ann-Sophie Kalmbach nicht der größte Techno-Fan ist, genoss sie den Abend. "Die Freude und gute Laune, die in der Luft liegen, färbt sich auf mich ab", sagte sie lachend.
Und was wohl die Dorfbewohner dazu sagen? Im Vorfeld wurde ein Brief verteilt, der sie genau über die Veranstaltung informierte. "99 Prozent sehen das total entspannt und freuen sich über ein so großes Event in unserem kleinen Korb", sagte Patrick Schmidt zufrieden.

 

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