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Frischer Wind am Römersee

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Beim Römersee Open Air ist alles ein bisschen anders. "Eintritt frei, Zelten frei, Gedanken frei" – unter diesem Motto stellen die vielen Helfer zum 35. Mal ein zweitägiges Festival in Zimmerhof rund um die römische Villa Rustica auf die Beine. Dabei stand vor einem Jahr noch nicht einmal fest, ob es weitergehen wird. Damals musste der Verein das Open Air absagen. "Aus organisatorischen und internen Gründen", hieß es. 

Norm

"Wir haben uns in den vergangenen Monaten jedes Wochenende getroffen, um zu planen", erzählt Daniel Klamser. Er ist ein Teil des fünfköpfigen Vorstands. Und der hat es alles andere als leicht, denn das Sicherheitskonzept, das ausgearbeitet werden muss, hat sich in den vergangenen Jahren stark geändert. "Es muss alles nach Norm sein", sagt Vorstand Claus Weidmann. Alleine die vom Ordnungsamt vorgeschriebene Security kostet die Veranstalter 4000 Euro. Außerdem musste ein zweites Stromaggregat angeschafft werden. Deshalb sei die Arbeit der freiwilligen Helfer wichtiger denn je. "Jeder, der sich nicht wehren kann, wird eingespannt", sagt Daniel Klamser. Familie, Freunde – alle helfen mit. 

Bis Freitagvormittag müssen Bühne, Teezelt, Bar und Küche stehen. Dann kommt das Ordnungsamt, um alles abzunehmen. "Wir müssen es auf jeden Fall durchziehen", erklärt Claus Weidmann, während um ihn herum Wände an ihren Bestimmungsort getragen werden und der Getränkewagen geleert wird. Sogar gekocht wird zum Großteil selbst. Neben den typischen Speisen wie Bratwurst und Steakbrötchen wird es auch Linsensuppe und Grünkernburger geben. Für Samstagvormittag ist ein großer Brunch geplant. Die Bauern in der Region versorgen das Festival mit frischem Gemüse. "Man muss auch mal Danke an die Stadt, die Sponsoren und die Besitzer des angrenzenden Golfplatzes sagen", so Vorstandsmitglied Felix Domay. Die Unterstützung sei von allen Seiten sehr groß. Aber weil Helfer und Unterstützer allein kein Festival in der Größenordnung stemmen könnten, ist der Kulturverein auch auf die Besucher angewiesen. "Wir verkaufen T-Shirts, Taschen und sogar Unterhosen mit unserem Logo", sagt Daniel Klamser. Natürlich wurde auch das Merchandise selbst bedruckt. Um die Abfallmengen in den Griff zu bekommen, gibt es kleine Taschenaschenbecher zu kaufen.

Insgesamt rechnet der Verein mit 3000 Besuchern an beiden Tagen, bis zu 5000 sind im Sicherheitskonzept vorgesehen. Darin ist auch vermerkt, was passiert, wenn es zu einem Unwetter kommen würde. "Wir haben aber gar nicht nach dem Wetter geschaut", so Claus Weidmann. "Es hat einfach gut zu werden."

Parken

Im Gegensatz zu den vergangenen Römersee Open Airs wird es diesmal nur eine Bühne geben, auf der die zwölf Bands auftreten. Autos können zwischen Friedhof und Zeltplatz abgestellt werden. 
Am Sonntagmittag beginnt der Abbau. Wenn am Mittwoch alles erledigt ist, sieht Felix Domay nach einigen Wochen seine Freundin wieder. Claus Weidmann geht auf Kanu-Tour: "Ich brauche dann erstmal Ruhe", sagt er.

 

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