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Schneller aus der Harmonie -Tiefgarage

Übersicht

Die Tiefgarage Harmonie mit ihren 620 Stellplätzen ist eine der ersten Parkeinrichtungen in Baden-Württemberg, die mit einer Kennzeichenerkennung ausgestattet wird. "Heilbronn spielt damit in einer Liga mit den Parkhäusern der Allianz-Arena in München und bei den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen", stellt Samuel Spaltner, Mitglied der Geschäftsführung der B + B Parkhaus GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf, fest. 

Mit der sogenannten "Fast Exit Funktion" (FEF) erfolgt die Ausfahrt aus der Tiefgarage schneller als bisher mit der Schrankenregelung. Den genauen Zeitpunkt der Inbetriebnahme hat B + B allerdings noch nicht festgelegt. "Aktuell ist das System noch inaktiv", betont Spaltner. Die Wollhaus-Tiefgarage, die ebenfalls zu B + B gehört, wird momentan noch nicht auf das neue System umgerüstet.

Mehrwert

Die Funktionsweise von FEF ist relativ einfach: Bei der Einfahrt in die Harmonie-Tiefgarage wird ein Parkticket mit dem Kennzeichen des einfahrenden Pkw verknüpft. Nach der Bezahlung des Tickets am Kassenautomaten öffnet sich die Ausfahrschranke bei einer positiven Kennzeichenerkennung und Bezahlinformation automatisch. "Das Fenster-runter-Lassen und das Einstecken des Tickets an der Ausfahrt sind entbehrlich", beschreibt Samuel Spaltner den Mehrwert für den Parkkunden. Das Bezahlen per Kreditkartenabbuchung ist nicht möglich, da die Kreditkartennummer von B + B nicht abgefragt wird. 

Die Folge ist, dass der Durchsatz von Fahrzeugen an einer Ausfahrspur deutlich höher ist und die Besucher der Harmonie – nach einer Lernphase – schneller das Parkhaus verlassen können. "Das Rangieren, weil der Arm zu kurz oder das Ticket heruntergefallen ist, sind dann Vergangenheit", sagt Spaltner.

Langzeitmietern, die mehrere Stellplätze gebucht haben, wird in der Harmonie-Tiefgarage die Gelegenheit geboten, maximal drei Kennzeichen der B + B zu melden. Eine Kamera erkennt das Kennzeichen des Dauerparkers, der dann keine Karte mehr vor die Ein- und Ausfahrtskontrollgeräte halten und kein Fenster seines Autos mehr öffnen muss.

Abrechnung

"Mit der Kennzeichenerkennung ist beim Ticketverlust der genaue Einfahrtszeitpunkt feststellbar", beschreibt Spaltner einen weiteren Vorteil der neuen Technik. Anstatt der pauschalen Abrechnung eines "Strafbetrags", in der Regel der Tagesmaximalbetrag (13 Euro), erfolgt künftig eine Tarifberechnung entsprechend der tatsächlich geparkten Zeit. 

Bedenken mit dem Datenschutz räumt Samuel Spaltner aus: "In der Branche ist die Kennzeichenerkennung in Deutschland mittlerweile Stand der Technik. Bereits seit 2008 setzen große Parkhausbetreiber auf solche Systeme", betont der B + B-Manager. Aus dieser Zeit stammten auch die ersten positiven Entscheidungen der Landesdatenschützer.

Im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung und dem Bundesdatenschutzgesetz meldet B + B nach eigenen Angaben das Verfahren beim Landesdatenschutzbeauftragten Nordrhein Westfalen: "Wir erfüllen die Anforderungen für den Umgang mit Daten", bekräftigt Samuel Spaltner.

 

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