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"Rennbahn" und Bolzplatz für Sportler

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Mit zwei im Jahr 2020 anstehenden Projekten – der Gestaltung der Freiflächen im Bereich der Erich-Fritz-Halle und einem Generationenplatz – befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Bei beiden Vorhaben sitzt der Öhringer Landschaftsarchitekt Roland Steinbach mit im Boot. Grundsätzlich grünes Licht gab der Gemeinderat für die Konzeption, wie die Freiflächen nach dem Abriss der Erich-Fritz-Halle um das dort geplante neue Umkleidegebäude des TSV Pfedelbach gestaltet werden sollen. Noch offen ist dagegen der Standort für den Generationenplatz. 

Anregungen

Bereits im September hatte sich der Gemeinderat mit einem Vorentwurf für das Areal an der Erich-Fritz-Halle befasst und Steinbach mit der Planung beauftragt. Die Anregungen, die aus dem Ratsrund gekommen waren, hat er in die Gestaltungskonzeption eingearbeitet, die er jetzt dem Gremium vorlegte. Da das ehemalige Kleinspielfeld weggefallen ist – dort steht heute die Nobelgusch – soll nun als Ersatz an der nördlichen Grundstücksgrenze ein Bolzplatz angelegt werden. Zwischen diesem und dem Sportplatz soll ein Sitzbereich entstehen. Der umlaufende Asphaltweg, der in einem schlechten Zustand ist, wird mit der vorhandenen Tartan-Laufstrecke verbunden, so dass eine "Rennbahn" rund um den Sportplatz entsteht. Verzichtet wird auf die noch im Vorentwurf geplante Kletterwand. Sie erschien den Räten überflüssig, da an den Schulen bereits Kletterwände vorhanden sind, die nur selten genutzt werden. 

Neu gestalten will die Gemeinde auch den Parkplatzbereich vor der alten Erich-Fritz-Halle. Dort sollen 52 Parkplätze entstehen. Rat Gerhard Meißner missfiel allerdings die von Steinbach vorgeschlagene Parkplatzgestaltung um eine Mittelinsel. Er schlug vor, die Parkplätze parallel anzuordnen und über eine Zufahrt in der Mitte zu erschließen. Das könnte Kosten sparen. Denn der Blick auf diese ließ einige Räte schlucken. Dr. Pascale Welisch: "Die Kosten sind zu hoch. Allein für einen Parkplatz 500.000 Euro, da habe ich echt ein Problem damit." Das sei doch schon alles asphaltiert. "Muss das sein, dass man es aufreißt und neu macht?" "Wenn wir den Platz gestalten wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt", entgegnete Bürgermeister Torsten Kunkel. Mit dem Vorschlag von Gerhard Meißner könnte man sich die untere Verschwenkung sparen. Allerdings müsste man dann auf den bestehenden Baum in der Mitte der Parkfläche verzichten. In Steinbachs Konzeption wird er geschont.

Antrag

Ein Ort, an dem sich Alt und Jung gern aufhalten, an dem Begegnung und Bewegung stattfinden soll, steckt hinter der Idee des Generationenplatzes. Im Juni hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, sich auf Standortsuche zu begeben und eine genaue Kostenschätzung vorzulegen. Mit dem baumbestandenen Grünbereich und einer Pflasterfläche zwischen Hallenbad und Gebäude 5 der Pestalozzischule glaubt die Verwaltung einen guten Standort gefunden zu haben. Steinbach stellte dazu eine erste Planung vor. Diese sieht im Bereich des Backhauses einen zentralen Platz mit einer offenen Überdachung mit Sitzgelegenheiten vor. Südlich und westlich des Platzes sind Bewegungsgeräte für Alt und Jung wie eine Kletteranlage, Senioren-Sportgeräte und – von der Jugend gewünscht – einem Bodentrampolin vorgesehen. 

"Der Platz ist toll, aber er hat einen großen Nachteil: Er ist von außen nicht einsehbar", meinte Michael Schenk. Er würde es bevorzugen, ihn im Bereich des Spielplatzes beim Schloss anzulegen. Dass es hier aber zu Problemen mit Anwohnern kommen könne, wies Rathauschef Kunkel hin. Die Kosten seien "ganz schön happig", meinte Karlheinz Ungerer. "20.000 Euro für ein Trampolin, finde ich enorm" pflichtete Pascale Welisch bei. Sie findet den Platz beim Backhaus gut, weil er auch von der Schule genutzt werden könne. "Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass wir viel Geld ausgeben und der Platz nicht genutzt wird, ", unterstrich Andreas Solymari. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung schloss sich das Gremium schließlich Schenks Antrag an, weitere Standorte auf Vor- und Nachteile zu prüfen. Neben den Flächen beim Backhaus und am Schloss käme auch ein Grünbereich bei der Realschule in Betracht. 

 

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