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"Was zählt, ist die Person hinter den Likes"

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Die 22-jährige Jacqueline Scholtes aus Obersulm modelt seit fünf Jahren. Neben ihrem Studium an der Hochschule Heilbronn nimmt sie an Misswahlen teil. 2018 wurde sie Miss Heidelberg, jetzt im November hat sie den Titel der Miss Ludwigsburg gewonnen. Was sie Nachwuchsmodels mitgeben will und wie ihre Zukunftspläne aussehen, erzählt die BWL-Studentin im Interview.

Wie kamen Sie zum Modeln?

Jacqueline Scholtes: Ich habe mit 17 Jahren von meinen Eltern ein Laufstegtraining geschenkt bekommen. Dabei wurde ich dann in eine Modelkartei aufgenommen und in den vergangenen fünf Jahren wurden es dann immer mehr Aufträge. 

Was mögen Sie am Modeln?

Scholtes: Neben der Möglichkeit zu reisen faszinieren mich auch die Menschen, die mich bei jedem Shooting und jeder Fashion Show umgeben. Zudem liebe ich es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, neue, trendige Designerklamotten zu präsentieren und Menschen von Mode zu begeistern. 

Sie haben bei der Wahl zur Miss Ludwigsburg einen 1.000 Euro Reisegutschein gewonnen. Was möchten Sie damit machen?

Scholtes: Ich bin gerade am Überlegen, wohin es gehen soll. Am liebsten würde ich in die USA und einen Roadtrip machen, um versteckte neue Traumorte mit meinem Freund zu erkunden. 

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Scholtes: Zuerst beende ich nächstes Jahr mein Studium. Außerdem freue ich mich schon darauf, ab Anfang 2020 Workshops für junge Nachwuchsmodels zu geben. Ein weiteres persönliches Highlight wird die Teilnahme an der Berliner und Pariser Fashion Week sein. 

Kommt das BWL-Studium nicht zu kurz durch das Modeln?

Scholtes: Das Modeln ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern eine Leidenschaft. Gerade aus diesem Grund ist das auch ein toller Ausgleich zu meinem dualen Studium. Organisation und Planung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. 

Sie sind in den sozialen Medien sehr präsent. Fühlen Sie sich davon unter Druck gesetzt?

Scholtes: Druck würde ich das nicht nennen, denn es macht mir wirklich Spaß. Mir geht es eher darum, andere an meinem Leben teilhaben zu lassen und zu inspirieren. Unsere heutige Generation definiert sich stark über Social Media und zieht daraus oft ihr Selbstwertgefühl. Das würde ich gerne ändern und möchte deshalb auch ein Vorbild sein. 

Haben Sie noch einen Tipp für angehende Models?

Scholtes: Realitätsfremde Schönheitsideale können einen zurückwerfen. Aber perfekt erscheinende Menschen auf Instagram sind nicht real und auch nicht wichtig. Die Einzigartigkeit, die in jedem von uns steckt, das ist wichtig. Es zählen nicht die Likes, es zählt die Person hinter den Likes. 

 

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