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Fotografie ist wie ein persönlicher Fingerabdruck

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Bereits mit acht Jahren hat es die Fotografie dem heute 16-jährigen Erik Rothes aus Affaltrach angetan. Der 3. Landesjugendfotografenmeister von 2017 präsentiert im Obersulmer Jugendhaus unter dem Motto "Natürliche Blickwinkel: Große Kamera, was steckt dahinter?!" noch bis Ende Februar 2020 seine Fotografien in einer Einzelausstellung der Öffentlichkeit. 

Nichts geerbt

Vor 14 Jahren ist Familie Rothes von Köln nach Obersulm gekommen, wo sie in Affaltrach eine neue Heimat gefunden hat. "Hier gefällt es uns. Hier möchten wir bleiben", sagt mit überzeugender Stimme Manuela Rothes, die zusammen mit Ehemann Uwe zur ersten Vernissage von Sohn Erik gekommen ist. Mit einem Schmunzeln fügt sie hinzu: "Das Fotografieren hat der Sohn weder vom Papa noch von der Mama geerbt."

Das Publikumsinteresse ist groß, als Obersulms Jugendreferent Markus Kress den ambitionierten Nachwuchsfotografen, seit 2014 Mitglied der Jugendgruppe vom Fotoclub Obersulm, zum kurzweiligen Interview bittet. "Für mich ist es wichtig, sich keine Bilder abzuschauen, um diese dann nachzustellen. Fotografie kann eine Person identifizieren, sie ist wie ein persönlicher Fingerabdruck", sagt Erik Rothes, dessen 35 Bilder in dieser Ausstellung großteils dem Bereich Naturfotografie zugeordnet sind. Den Satz "Große Kamera, was steckt dahinter?!" habe er bewusst mit einem Frage- und einem Ausrufezeichen versehen, damit sich jeder seine eigene Meinung über die Bilder machen kann.

Landschaften, Tiere, Porträts und Makros: "Meine Motive finde ich meistens in der Zeit, in der ich sie nicht erwarte. Nur Landschaften zu fotografieren ist mir zu langweilig. Deshalb probiere ich auch andere Motive aus", sagt der Jungfotograf, der sich am liebsten in mehreren Ebenen testet.

"Für ein gutes Bild reicht einfaches Knipsen nicht aus. Wenn man die Regeln und die Einstellung der Fotografie wie auch der Kamera gut beherrscht und dann im Einklang mit dem Motiv einen Ausgleich findet, dann entstehen die besten Bilder", ist Erik Rothes überzeugt.

Ob er große Fotografen als Vorbilder hat? "Nein, ich habe meine eigene Richtung. Inspirationen hole ich mir trotzdem", sagt Erik Rothes, den besonders Bilder aus fremden Ländern interessieren, die andere Kulturen, Verhältnisse und Nationen zeigen.

Sicherer Beruf

Schon heute hat Erik Rothes Sponsoren und Firmen als Unterstützer hinter sich. Ob er sein Hobby später einmal zum Beruf machen möchte? "Die Fotografie soll ein intensives Hobby bleiben. Ich möchte beruflich eine sichere und zuverlässige Karriere haben. Das sehe ich als Fotograf nicht", meint Erik Rothes, der gerade eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann macht. 

Für Musik bei der Vernissage sorgen Robert Rühle (Klavier) und Marc Bohnacker (Gitarre). Etwa drei Jahre lang lernte Erik Rothes im Musikstudio Rühle das Gitarrenspiel: "Er war einer unserer sympathischsten und bestgelauntesten Schüler", erinnert sich Rühle.

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