Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Viele Baustellen in der Kreisstadt

zurück zur Übersicht

Es sind die großen Baupläne, die in Künzelsau im Mittelpunkt des neuen Jahres stehen. Peka-Areal, Stadteingang, Landratsamt und Mustang-Gelände sind Stichworte. Dabei ist die Stadt bei vielen Bauvorhaben in Verzug. Vor allem der Spatenstich für die Bebauung des Peka-Areals soll endlich im Frühjahr erfolgen, nachdem er immer wieder verschoben wurde. Erste Pläne, für die Bebauung der attraktiven Fläche in der Innenstadt, stammen bereits aus dem Jahr 2012. Nun soll dem Neubau im Quartier an der Stadtmauer nichts mehr im Wege stehen. Auf dem Areal ist ein Einkaufszentrum mit Büroflächen, Wohnungen und einer Tiefgarage geplant. Partner der Stadt ist die ActivGroup aus dem schwäbischen Schemmerhofen. Sie vermarktet auch die benachbarte Villa Schwab, in der ein Gastronomiebetrieb mit Biergarten Einzug halten soll. 

Weichen

Auf dem Mustang-Areal wenige Meter weiter, sind ebenfalls die Weichen für die Bebauung gestellt. Dort sollen Mikro- und Serviceapartments samt Fitnessraum entstehen. Sie zielen vor allem auf Studenten und Pendler ab, die bei den Künzelsauer Weltmarktführern arbeiten. Der Investor, die Merz-Objektbau GmbH aus Aalen, plant auf dem Gelände zudem einen Lebensmittelmarkt und einen Fachmarkt. Knackpunkt im Gemeinderat war zuletzt noch die Verkehrs- und Parkplatzsituation in diesem Bereich. Eine Untersuchung soll nun zeigen, wie viele Stellplätze künftig machbar und notwendig sind. "Wir investieren jetzt kräftig in die Zukunft der Stadt und stellen damit wichtige Weichen", betont Bürgermeister Stefan Neumann nach der Verabschiedung des Haushaltes für das Jahr 2020 vor wenigen Tagen. Er sieht immerhin fast 10 Millionen Euro für Investitionen vor. 

Beim schon seit geplanten Bau des neuen Landratsamtes waren zuletzt wieder große Zweifel im Kreistag laut geworden. Die hohen Kosten von geschätzten 100 Millionen Euro schrecken viele Politiker ab. Andererseits steht der Landkreis im Wort, das neue Kreishaus in Künzelsau zu bauen. Nun soll im Frühjahr 2020 endgültig über Kosten, Standort und Zeitplan entschieden werden. Dann liegt auch die finale Machbarkeitsstudie vor, die der Kreis in Auftrag gegeben hat.

Praktisch fertiggestellt ist das zum Naturbad umgebaute Kocherfreibad. "Das Anbaden wird an Pfingsten stattfinden", freut sich Bürgermeister Stefan Neumann. Das beliebte Bad war drei Jahre lang geschlossen, weil schlechte Wasserwerte den Badebetrieb unmöglich machten.

Ortsmitte

Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses sowie die Ortskernsanierung in Nagelsberg, die Umgestaltung der neuen Ortsmitte auf den Taläckern und die Erschließung von weiteren zehn Hektar Bauland in Gaisbach sind weitere wichtige Bauvorhaben, die allesamt im kommenden Jahr in der Kreisstadt starten sollen. 

Bleibt ein weiteres Großprojekt: der Neu- und Umbau der städtischen Kindertagesstätten, in die in den nächsten Jahre 20 Millionen Euro fließen sollen. Kernstück dieser Nachwuchsoffensive soll das Kinderhaus am Fluss werden, für das ebenfalls 2020 der erste Spatenstich gesetzt werden soll. "Wir schaffen damit mehr Raum für eine erstklassige Kinderbetreuung", unterstreicht Stefan Neumann.

Bei der Vielzahl der Großprojekte muss der Bürgermeister hoffen, dass sich die Konjunktur nicht weiter abschwächt. Denn die Stadt hat allein für das kommende Jahr knapp 20 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen eingeplant. Und zu den genannten Bauvorhaben sollen auch noch das städtische Glasfasernetz ausgebaut und Akzente im Bereich Klima und Umweltschutz gesetzt werden. "Wir werden ein großes Programm ausrollen, um einige städtische Dächer mit Photovoltaikanlagen auszustatten", kündigt Neumann an. Auch darüber will der Gemeinderat in seiner nächsten Klausutagung im Februar sprechen. Dabei sind kontroverse Diskussionen vorprogrammiert.

 

Galerien

Regionale Events

Barrierefreie Lesung

Hasnain Kazim liest in der Stadtbibliothek im K3 Heilbronn aus „Mein Kalifat“.