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Wer will seine Gaben nicht mehr haben?

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Weihnachten, das Fest der Liebe und der Geschenke, ist vorbei. Die Kraichgau Stimme hat sich bei Bad Rappenauer und Eppinger Einzelhändlern umgehört, wie das Weihnachtsgeschäft verlaufen ist und wie zufrieden die Beschenkten mit den Gaben waren. "Nicht mehr Umtausch als sonst", bringt es Frank Bauer vom gleichnamigen Modehaus in Bad Rappenau auf den Punkt. Das Fazit der Händler in der Brettener Straße in Eppingen fällt fast identisch aus – egal, ob Spielwaren, Bekleidung oder Bücher. 

Kein Drama

Am vorletzten Tag des Jahres ist die Brettener Straße, die Haupteinkaufsmeile in Eppingen, wenig belebt. Ein paar versprengte Passanten sind unterwegs, viele steuern zielstrebig Geschäfte an. Aber nicht, um Weihnachtsgeschenke umzutauschen. "Wir hatten drei Reklamationen", erzählt die freundliche Verkäuferin in einem Spielwarengeschäft. Zwei wegen Defekten und nur einmal, weil ein Beschenkter das gleiche Kartenspiel doppelt erhalten hat. Dass es so wenige Umtauschwünsche gibt, kommt für die Fachfrau nicht überraschend. "Auch die letzten Jahre habe ich nicht als schlimm in Erinnerung, auch da hielt es sich in Grenzen."

Die Verkäuferin weiß auch, warum das so ist: "Oft kommen die Kunden mit dem Handy in das Geschäft, auf dem sie den gewünschten Gegenstand schon als Bild abgespeichert haben." Gezieltes Kaufen mindert die Gefahr des Umtauschs. Und wenn doch eine Ware zurückgegeben wird, die nicht gefällt, dann bekommt der Kunde nicht sein Geld zurück, sondern kann die Ware gegen eine andere tauschen oder bekommt einen Gutschein.

Falsche Größe

Nur wenige Schritte vom Spielwarenhändler entfernt ist ein Fachgeschäft für Kinderbekleidung. Auch hier gibt es wenig Umtauschwünsche. "Wir sind ein Fachgeschäft mit Beratung, da passiert es eher selten, dass was umgetauscht wird", sagt die Verkäuferin. Es passiert höchstens mal, dass die Größe nicht passt. "Bei uns darf man selbstverständlich umtauschen", macht die Fachfrau deutlich. Und auch beim ersten Bekleidungshaus am Platz ist die Situation entspannt: "Vielleicht ist mal die Größe falsch, aber im Großen und Ganzen haben wir nach Weihnachten nicht mehr Umtausch als sonst", heißt es dort. 

Auch Karl Knoll weiß zu berichten, dass "ab und zu mal ein Umtausch vorkommt". Der Eppinger Buchhändler sieht das entspannt. "Wir sind großzügig und tauschen um", macht er deutlich: "Warum soll ich einen Kunden, der in den Laden kommt, wegschicken?" Mit dem Weihnachtsgeschäft ist der alteingesessene Buchhändler zufrieden. Er gibt aber zu: "Gegen Ende des Weihnachtsgeschäfts habe ich schon gespürt, dass Osiander in der Stadt eine Filiale eröffnet hat." Umsatzeinbußen hatte Knoll keine, "aber der Zuwachs war nicht wie erwartet".

Zufrieden zeigte man sich in der neu eröffneten Osiander-Filiale: "Wir freuen uns, dass uns die Kunden wahrgenommen haben und unsere Filiale bislang gut angenommen worden ist", heißt es von dort.

Viele Gutscheine

Zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft zeigt sich auch Modehändler Frank Bauer aus Bad Rappenau. "Heute ist Bekleidung nicht mehr so das klassische Weihnachtsgeschenke wie das in früheren Zeiten vielleicht einmal war", macht er deutlich. "Außerdem ist der Dezember beim Verkauf von Bekleidung nicht der maßgebende Monat." Dafür habe er viele Gutscheine verkauft. 

 

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