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Suche bislang erfolglos

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Auch am dritten Tag, nachdem ein 13-jähriges Mädchen aus Tauberbischofsheim von einer Brücke in den Fluss gefallen ist, setzt die Polizei die Suche fort. Im Einsatz sind Beamte des Reviers vor Ort, Suchhunde und ein Boot der Wasserschutzpolizei.

Seit Mittwoch vermisst

Gegen 17 Uhr am Mittwoch beobachtete ein Paar bei seinem Spaziergang, wie ein Mensch von einer Brücke in die Tauber stürzte. Es stellte sich bald heraus, dass es sich dabei um ein 13 Jahre altes Mädchen aus Tauberbischofsheim handelt - Eltern hatten zeitgleich zur Meldung des Paares, ihre Tochter als vermisst gemeldet. Sie wohnen in der Nähe der Brücke. Von dem Mädchen fehlt seitdem jede Spur.

Am Mittwoch suchten 130 Helfer von Polizei, Feuerwehr, Deutscher Lebensrettungs-Gesellschaft und Deutschem Rotem Kreuz bis in den Abend nach dem Kind. Am Donnerstagmorgen setzte die Polizei die Suche mit Unterstützung von Bereitschaftspolizei, Hubschrauber, Booten und Drohne fort. Bisher ohne Erfolg.

 

 

Verschiedene Suchabschnitte

Auf beiden Seiten der Tauber gehen Polizisten in verschiedenen Abschnitten die Uferbereiche der Tauber ab. Die Gruppen sind zwischen den nördlich gelegenen Tauberbischofsheimer Stadtteilen Hochhausen und Impfingen sowie zwischen Impfingen und der Kernstadt unterwegs. Zwischen diesen Orten bilden zwei Wehranlagen Hindernisse auf dem mal geschlängelten, mal kerzengeraden Weg des Flusses. An einigen Stellen müssen sich Beamten durch dichtes Unterholz kämpfen, an anderen ist die Böschung so steil, dass das Ufer kaum erreichbar ist.

Unterstützt werden sie durch Kollegen in einem Hubschrauber, die aus der Vogelperspektive Meter für Meter des Geländes untersuchen und Ausschau nach dem Mädchen oder wenigstens Spuren halten, die die 13-Jährige hinterlassen haben könnte. Es gebe mehrere Möglichkeiten. "Sie könnte sich auch schon ein paar Meter weiter wieder aus dem Fluss gekämpft und irgendwo Unterschlupf gefunden haben", sagt Polizeisprecher Gerald Olma. "Es ist durchaus möglich, dass sie noch lebt."

Praktisch ausgeschlossen sei nur, dass das Mädchen eine längere Zeit im Wasser überlebt haben könnte. "Dafür ist es zu kalt." Überraschungen wie die des zwischenzeitlich vermissten zehn Jahre alten Kindes, das bei Bretzfeld nach einer Nacht im Wald gefunden wurde, sei in diesem Fall sehr unwahrscheinlich. Außerdem hätten die Zeugen keine weiteren Personen auf der Brücke gesehen - eine Fremdeinwirkung sei ausgeschlossen.

Unterschiedliche Strömungen

Die Tauber sei derzeit kein ungefährliches Gewässer: So seicht sie an manchen Stellen ist, so tief kann sie an anderen sein. "Der Wasserstand ist zurzeit leicht erhöht, die Strömung variiert stark", sagt der Polizeisprecher. Er schätzt die Temperatur auf zwischen drei und sieben Grad. "Unter Wasser ist die Sicht gleich Null. Deswegen hat der Einsatz von Tauchern keinen Sinn."

Auch ein Beamter der Kriminalpolizei ist vor Ort. Man habe einige Personen aus der Umgebung des Mädchens, Freunde und Familie kontaktiert, um Hinweise auf den Verbleib der 13-Jährigen zu bekommen. "Bisher ohne Erfolg. Aber wir werden alle erneut anrufen, vielleicht fällt ja jemandem noch etwas ein. Und vielleicht gibt es ja noch Menschen, an die bisher niemand gedacht hat, bei denen sie sich aber auch aufhalten könnte."

Suche wird fortgesetzt

Die Suche gehe bis Anbruch der Dunkelheit weiter, sagt Olma. "Noch gibt es die Möglichkeit, die 13-Jährige lebend zu finden." Am Donnerstagabend wurde beschlossen, die Suche am Freitag fortzusetzen. "Wir stehen permanent mit den Eltern in Kontakt und werden erst aufhören zu suchen, wenn das Mädchen gefunden ist."

Die Kriminalpolizei Tauberbischofsheim nimmt Hinweise zum Verschwinden des Mädchens telefonisch unter der Nummer 09341/81-0 entgegen.

 

 

 

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