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Drachenboot-Schülermeisterschaften

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"Hau – rein“, "hau – rein“, "hau – rein“: Mit ihrem Schlachtruf machen sich die Neunt- und Zehntklässler der Michael-Beheim-Gemeinschaftsschule (MBS) Obersulm schon bei der Aufstellung warm.

Schneller Start

Dann geht’s zum Steg, Schwimmweste angelegt, ein Paddel gegriffen und auf den schmalen Bänken neben- und hintereinander Platz genommen. Noch geht es gemächlich an den Startpunkt. Aber dann gilt es bei den dritten offenen Heilbronner Drachenboot-Schülermeisterschaften.

Die Beheim-Schüler haben schnell den Rhythmus gefunden. Synchron stechen sie die Paddel zu den Schlägen des Trommlers ins Wasser. Das Boot nimmt rasant Fahrt auf, ist schnell bis zum Schluss. Keine Chance für die beiden anderen Teams von der Helene-Lange- und der Damm-Realschule Heilbronn. 58,68 Sekunden für die 200 Meter auf dem Neckar, das bedeutet nach der ersten Stunde bei den Vorläufen erst einmal die Spitzenzeit.

Aber das kann sich bei den nächsten drei Rennen schnell ändern. Ein (Fehl-)Schlag ins Wasser, und eine ganze Crew kommt aus dem Takt, das Drachenboot erreicht erst gar keine Geschwindigkeit oder wird sichtbar für die Schlachtenbummler am Neckarufer beim Bootsgelände der Union Böckingen abgebremst.

Förderung des Zusammenhalts

Da gilt es, vor dem Start Trockenübungen zu machen. "Jeder kennt seine Position?“, fragt Vanessa Meixner ihre aufgereihte Schülerschar, ein Mix aus der 5d und der 8c der Sophie La Roche-Realschule aus Bönnigheim. Zuvor haben die Zehn- bis 15-Jährigen zu Hause in der Halle mit Stöcken schon einmal Rhythmusübungen gemacht. Und wie alle anderen der 27 Teams aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie Ludwigsburg bei einem Training auf dem Neckar ein Gefühl für das Boot bekommen.

"Vielleicht bringt es uns noch mehr zusammen. Und wir können auch Vertrauen zu den Fünftklässlern aufbauen“, nennt Giulia (13) ein Ziel, das mit der Teilnahme erreicht werden soll. Das zweite: Nicht Letzter werden. "Man kann nur im Team gut funktionieren“, sagt Sven Hertner, Rektor der Dammrealschule, deren Drachenbootteam zusammen mit der Union Böckingen die Regatta veranstaltet. Soziale Kompetenzen würden durch den Wettbewerb gefördert, jeder einzelne, die Klasse und die Schule profitierten davon.

Anstrengende Strecke

"Ein tolles Team“, lobt Betreuer Thomas Weigand die Gemeinschaftsschüler aus Neckarsulm-Amorbach, die wie alle anderen Paddler nach dem Zieleinlauf an Land von Schulkameraden oder Freunden abgeklatscht werden. "Es war ganz gut“, freut sich Ferid, der anfangs auf die Trommel hört und sich dann am Schlagrhythmus des Vordermanns orientiert.

Noch ist der 15-Jährige nicht außer Puste. Nach dem vierten Start werde das anders sein, mutmaßt er. Das kann Rektor Hertner nur bestätigen. "200 Meter sind nicht kurz. Das ist ein Langsprint wie im 400-Meter-Lauf. Körperlich geht man da an seine Grenzen.“ 

 

 

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