Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Buga-Konzert der Extraklasse

zurück zur Übersicht

Dass sie ein Konzert der Extraklasse erwartet, hatten die Zuhörer, die die Plätze der Sparkassenbühne auf der Heilbronner Bundesgartenschau voll belegten, wohl geahnt.

Ein besonderer Flügel

Immerhin waren gleich mehrere Höhepunkte beim gemeinsamen Konzert angekündigt, das Werner-Immobilien präsentierte: Das Jugend-Sinfonieorchester (JSO) aus Neckarsulm unter Leitung von Jochen Hennings und ein echter Steinway-Flügel, den Lisa-Marie Ehrenfried und Maximilian Schairer auf ausgezeichnete Weise zum Klingen brachten. 

Das Anliegen, "das Musizieren auf dem Steinway-Flügel auch künftig jungen Menschen zu ermöglichen“, erläuterte sein neuer Besitzer Martin Werner, Geschäftsführer der Heilbronner Werner-Immobilien: "Er stammt aus dem Nachlass meines Onkels Rudolf Werner.“ Dieser war 40 Jahre lang als Konzertpianist, Organist und insbesondere Musiklehrer an der Städtischen Musikschule Neckarsulm tätig. Nach einem einstimmigen Familienbeschluss, dass das Instrument "in der Familie bleiben“ muss, hatte er es im Dezember 2017 erworben. 

Gute Eindrücke

Es gibt auch weitere Verbindungen zum Jugend-Sinfonieorchester: "Mein Vater Felix Werner war Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium, später Rektor am Ludwigsburger Schiller-Gymnasium, Komponist und 40 Jahre als Kirchenmusikdirektor am Deutschordensmünster St. Peter und Paul in Heilbronn engagiert“, so Martin Werner. Beide hatte Jochen Hennings wiederum in seiner Musiklaufbahn als "tolle Persönlichkeiten“ schätzen gelernt. Felix Werner hat bei dem damals zwölfjährigen Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums "bleibenden Eindruck“ hinterlassen. Rudolf Werner hat er "als Kollegen und väterlichen Freund an der Musikschule“ erlebt: "Eine enge, sehr gute Bindung“, versicherte er.

Klar, dass es sich das Jugend-Sinfonieorchester mit rund 80 Akteuren nicht nehmen ließ, das Konzert zu umrahmen und zu begleiten. Die Eröffnung gestalteten die jungen Musiker mit dem ersten Satz aus Robert Schumanns Konzertstück, das der Komponist selbst als "ganz kurios“ bezeichnet hatte. "Wenige Jahre zuvor erst waren Ventilhörer erfunden worden“, erklärte Dirigent Hennings. Von der herausragenden Qualität der Solisten Lydia Böhringer, Martin Gärtner, Björn Friedel und Fabian Herdle, der vier weiteren Tutti-Hörner und des gesamten Orchesters zeigten sich die Zuhörer komplett begeistert.

Begabte Nachwuchstalente

Dass Lisa-Marie Ehrenfried, einst Gewächs der Neckarsulmer Musikschule und inzwischen nach Stuttgart in eine Begabtenklasse zu Romuald Noll gewechselt, erst zwölf Jahre alt ist, erschien angesichts ihrer überragenden Leistung beinahe unglaublich. Professionell, einfühlsam und hingebungsvoll: Frédéric Chopins "Andante spianato et Grande Polonaise brillante op. 22“ spielte sie so gelungen, dass sie die Zuhörer nicht ohne eine Zugabe von Rachmaninow von der Sparkassenbühne ließen.

Das JSO leitete mit dem rasant und mitreißend dargebrachten slawischen Volkstanz "Skocná“ aus Bedrich Smetanas "Die verkaufte Braut“ über zur Pause. Danach wartete auf das Publikum ein weiterer Glanzpunkt: Der erfahrene, erst 21-jährige "Young-Steinway-Artist“ Maximilian Schairer hielt, was im Programmheft mit "außergewöhnlicher künstlerischer Reife“ und "tiefem Werkverständnis“ angekündigt war.

Bereits seine Interpretation von Chopins "Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52“ beeindruckte derart, dass die Zuschauer sich stehender Ovationen nicht enthalten konnten. Überragendes Niveau zeigten der Stuttgarter und das JSO ebenso beim anspruchsvollen "Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll KV 466“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Das junge Orchester unterstrich seine Topleistung zum Abschluss mit Johann Strauß' "Eljen a Magyar op. 332“ und der "Irish Suite Nr. 2“ von Leroy Anderson

 

 

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar 2022 ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.