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Abschluss in der Tasche

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Ein Teil der Gemeinschaftsschüler in der Region macht in diesen Tagen noch seine Realschulprüfung. An Schulen, die erstmals einen solchen Abschluss anbieten, ziehen die Rektoren ein positives Resümee der zurückliegenden Jahre. 

Gute Leistungen

Helmut Thomaier ist begeistert, was seine Jugendlichen an der Wolf-von-Gemmingen-Schule bereits im schriftlichen Teil geleistet haben. In dieser Woche müssen sie im Mündlichen ran. "Wir sind rundum zufrieden“, sagt der Rektor in einer Zwischenbilanz. Vermutlich falle keiner der 29 Prüflinge durch. Im vergangenen Jahr hatten bereits 26 Neuntklässler die Gemeinschaftsschule mit dem Hauptschulabschluss verlassen.

Thomaier vergleicht diese beiden Abschlusszahlen mit den Grundschulempfehlungen, die dieser Jahrgang mitgebracht hatte. Zwei Drittel hatte eine Hauptschulempfehlung, nun verlässt über die Hälfte die Schule mit der Mittleren Reife. Vor allem ein Jugendlicher hat sich in den vergangenen sechs Jahren entwickelt: Er sei mit einer mittleren Hauptschul-Empfehlung in Klasse fünf gestartet, jetzt schreibe dieser eine 1,7. "Das ist toll“, freut sich Helmut Thomaier.

Die Gemminger Schule gehöre am Ende sicher nicht zu denen mit dem allerbesten Schnitt in der Mittleren Reife. Darauf kommt es Helmut Thomaier auch nicht an. Beispielsweise hätten zwei Flüchtlingskinder ihren Abschluss ebenso gemacht wie ein Jugendlicher, der erst spät von einer Werkrealschule nach Gemmingen gewechselt sei. 

Erweitertes Niveau

Auch an der Bad Rappenauer Verbundschule stehen in dieser Woche die mündlichen Realschulprüfungen für die Gemeinschaftsschüler an. Mit den Leistungen im schriftlichen Teil ist Rektorin Yvonne Geier bereits zufrieden. Man erkenne die positive Entwicklungen seit Klasse fünf. Zur Bad Rappenauer Verbundschule gehört neben der Gemeinschafts- auch eine Realschule.

Wie die Prüfungen in den beiden Zweigen laufen, lasse sich jetzt noch nicht beurteilen. Yvonne Geier erwartet aber, dass es am Ende einen ähnlichen Schnitt gebe. Zudem arbeiten einige Gemeinschaftsschüler auf dem sogenannten erweiterten Niveau, um ohne eine eigene Prüfung die Mittlere Reife zu schaffen – so wie das auch an Gymnasien der Fall ist. 

Knapp zehn Auszeichnungen – Preise und Belobigungen – wird Eric Sohnle, Chef der Michael-Beheim-Gemeinschaftsschule in Obersulm, aushändigen, wenn der erste Realschulabschlussjahrgang Lebewohl sagt. Fast zehn Auszeichnungen, bezogen auf 20 Schüler: "Das ist schon ein Wort“, freut sich der Rektor. Nur ein Schüler habe den Abschluss nicht geschafft.

Vergleich zum letzten Jahr

Noch macht mehr als die Hälfte der Jungen und Mädchen an der Obersulmer Gemeinschaftsschule den Hauptschulabschluss. Aber in den nächsten zwei, drei Jahren wird die Zahl derer überwiegen, die die Schule mit der Mittleren Reife in der Tasche verlässt, sagt Sohnle. Seine Schule genieße grundsätzliche eine hohe Akzeptanz bei Eltern, deren Kinder eine Empfehlung für Realschule oder Gymnasium haben. 

Die Georg-Kropp-Gemeinschaftsschule in Wüstenrot ist eine der wenigen Einrichtungen, die ein Jahr früher an den Start ging als die meisten anderen Gemeinschaftsschulen. Deshalb kann Rektor Peter Wetter vergleichen: Der aktuelle Abschlussjahrgang sei "etwas besser“ als der 2018er. Von den 42 Realschulabsolventen bekommen "acht auf jeden Fall einen Preis. Das ist eine hohe Quote. Wir sind sehr zufrieden.“ Einige Abschlussschüler haben, so Wetter, einen relativ guten Realschulabschluss gemacht, obwohl ihnen ihre Grundschule nur eine Empfehlung für die Hauptschule mit auf den Weg gegeben habe. Diese Tatsache lässt Wetter zufrieden auf die Lehrer und ihr pädagogisches Tun an seiner Schule blicken. 

 

 

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