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Umweltbewusst einkaufen

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Der umweltbewusste Wochenendeinkauf kann zur Herausforderung werden. Claudia Majores aus Untereisesheim versucht, Plastik zu vermeiden und Ressourcen zu schonen.

Im Voraus planen

Das gelingt nicht immer, die dreifache Mutter geht deshalb einen Mittelweg: "Ich will nicht perfekt sein. Aber wenn jeder ein bisschen macht, ist viel erreicht.“ Unsere Redaktion schaut ihr und ihrer Familie bei ihren Bemühungen um den Klimaschutz über die Schulter. 

Zuerst geht es in einen Bioladen in Obereisesheim. Claudia Majores holt Baumwollbeutel und Behälter aus dem Auto, daneben hört man die Hühner und Kühe des Hofes. "Normalerweise komme ich mit dem Fahrrad“, sagt sie lachend.

Da Obst, Gemüse und sogar Getreide unverpackt angeboten werden, muss Majores schon zu Hause überlegen, was sie kaufen will, und entsprechend viele Behälter mitnehmen. "Dadurch macht man sich bewusst, was man braucht.“ Sie freut sich, dass sie hier sogar Quark direkt in eine Dose füllen lassen kann. Den etwas höheren Preis nimmt sie dafür gern in Kauf.

Geringere Händlerauswahl

Doch ganz ohne Plastik geht es auch im Bioladen nicht: Nudeln oder Trockenobst sind verpackt und bleiben deshalb im Regal stehen. Seit gut einem halben Jahr kauft Claudia Majores umweltbewusst ein. Bücher von Nadine Schubert wie "Besser leben ohne Plastik“ brachten die Untereisesheimerin dazu, aktiv zu werden. Auch wenn sie nicht alle Tipps gut findet, achtet sie etwa auf den Plastikverbrauch. Ihr Mann und die Kinder unterstützen sie dabei. Manchmal ist das nicht einfach: "Manche Süßigkeiten kaufe ich nicht, weil jedes Stück einzeln in Plastik verpackt ist“, erklärt die Mutter. "Das kaufen sich meine Kinder dann selbst.“ 

Die zweite Station beim Wochenendeinkauf ist der Metzger. Zusammen mit anderen hat sich Majores dafür eingesetzt, dass dort eigene Gefäße befüllt werden können. "Hier kann man plastikfrei einkaufen“, erklärt ein Schild. In manchen Läden muss die Dose auf ein extra Tablett gestellt werden, damit Verkäufer den Behälter nicht berühren müssen.

In einigen Supermärkten kommt trotzdem Plastikfolie zwischen die verschiedenen Fleischsorten. Deshalb kauft Majores dort nicht ein. "Manche Firmen tun nur so, als ob sie etwas ändern“, sagt sie. Aber auch beim Metzger benutzt die Verkäuferin zum Wiegen der Hähnchenbrust eine Plastikfolie, sonst müsste sie die Waage abwaschen.

Verschiedene Flaschen

Der dritte Laden auf der Tour ist ein Supermarkt. Hier können Kunden kaum auf Plastik verzichten. Chips oder Cola gibt es nur in Kunststoff. "Bei Wein kommt niemand auf die Idee, ihn in Plastikflaschen anzubieten. Wieso geht das bei Cola nicht?“, fragt Majores. Sie hat deshalb schon Firmen angeschrieben und nachgefragt. 

Auf ihrer Einkaufsliste steht auch Lachs. Um den unverpackt zu kaufen, müsste sie zu weit fahren, also landet er in Folie im Einkaufswagen. "Wenn ich etwas in eigene Gefäße füllen kann, tue ich das. Ansonsten gehe ich einen Mittelweg und versuche, Müll möglichst nach bestem Gewissen zu vermeiden“, erklärt sie. Nudeln und Milch gebe es auch im Karton und der Flasche. Und das sei auch nicht teurer, sagt Claudia Majores.

 

 

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