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Gefahr für Radler

Übersicht

Ein Blick in die Unfallstatistik 2018 ist für Radfahrer erschreckend. 445 Radler wurden im vergangenen Jahr in Deutschland getötet, 68 waren es in Baden-Württemberg. Wie sieht die Situation in der Region aus? 

Mehr Unfälle

In der Stadt Heilbronn wurde im vergangenen Jahr kein Radfahrer getötet. Allerdings gab es mit 161 Unfällen gut 30 mehr als noch 2017. In zwei Drittel der Fälle waren laut Polizei die Radfahrer Verursacher. Besonders häufig krachte es, weil sie auf dem Gehweg fuhren oder den Radweg falsch herum benutzten. 

Im Landkreis Heilbronn wurde ebenfalls kein Radfahrer getötet. 2017 waren es noch zwei. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden lag mit 118 auf dem Niveau der Vorjahre. Im Hohenlohekreis wurde ebenfalls niemand getötet, es gab 45 Fahrradunfälle mit Personenschaden. Was die Polizei überall beobachtet ist, dass Pedelecs häufiger an Unfällen beteiligt sind. 

Experten vermuten, dass sich die Zahl der Unfälle erhöhen wird, wenn bald auch E-Roller auf Radwegen unterwegs sind. Denn schon jetzt entspricht die Infrastruktur nicht überall dem, was sich Radler vorstellen. Markus, der nicht mit vollem Namen genannt werden möchte, fährt seit Jahren mit der Critical Mass durch Heilbronn. Dabei verabreden sich Dutzende Radfahrer und fahren scheinbar spontan zusammen los.

Vorschläge

Er selbst ist oft mit Fahrrad, Auto und Motorrad unterwegs. Problematisch findet er die Abbiegespur vor der Kreissparkasse, den Radstreifen entlang der Sontheimer Straße oder die Allee. "Eigentlich gehört die Allee gesperrt, außer für Fußgängertaxen und Lieferverkehr.“ Er findet: "Wir brauchen Fahrradautobahnen. Auch unsichere Radfahrer müssen bequem aneinander vorbeikommen.“ Aber auch seine Radgenossen sieht er in der Pflicht: "Es fahren brutal viele ohne Licht.“

Auch falsch herum auf dem Radweg zu fahren sei "einfach nur gefährlich“. Der Verkehrsclub Deutschland Hall-Heilbronn-Hohenlohe kritisiert vor allem die Gastromeile am Neckar und dass diese zur Fußgängerzone gemacht wurde. Radfahrer sind dort seit Jahresanfang nur noch "frei“ und müssen deshalb an dieser Stelle Schritttempo fahren oder sogar absteigen. Dadurch werde eine der wichtigsten überregionalen Radverbindungen ausgebremst, heißt es vom VCD. Ein Alternativvorschlag liege seitens der Stadt bis heute nicht vor. 

Problem gelöst

Ein Unfallschwerpunkt wurde laut Polizei inzwischen entschärft. An der Lidl-Ausfahrt in der Neckarsulmer Straße kam es wegen unklarer Vorfahrtsregelung zu Unfällen. Der Verlauf des Radwegs wurde geändert und Schilder angepasst. Seitdem gebe es dort keine Unfälle mit Personenschaden mehr, bestätigt ein Polizeisprecher. Im restlichen Stadtgebiet seien keine Stellen bekannt, an denen sich Unfälle häufen.

 

 

 

 

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