Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Theater-AG präsentiert Kästner

Übersicht

Ob "Emil und die Detektive“, "Das doppelte Lottchen“ oder "Das fliegende Klassenzimmer“: Diese und weitere Romane von Erich Kästner waren den meisten der Besucher in der Stettenfelshalle bekannt. Nun lernten sie aber auch andere Seiten des Lyrikers und Kinderbuchautors kennen.

Text im Mittelpunkt

Die neunköpfige Theater-AG "Gripsgrari“ der Gemeinschaftsschule Untergruppenbach hatte zu Lyrik und Prosa von Erich Kästner eingeladen. 

Sebastian alias Kästner und seine Mitstreiter Maxim, Max, Jolina, Ina, Amelie, Nermina, Seval und Emma präsentierten den Zuhörern teils nachdenkliche, scharfsinnige, aber auch humorvolle Gedichte und Gedanken des Schriftstellers. Begleitend dazu erzählten sie Wissenswertes aus dem Leben des 1974 verstorbenen Kästners. Unterstützt wurden sie von den beiden 19-jährigen Valeria Rigatuso und Franziska Piesiur, die der Gruppe auch nach ihrer Schulzeit die Treue halten.

"Die Texte stehen heute absolut im Mittelpunkt. Wir haben deshalb bewusst auf ein Bühnenbild und auf Kostüme verzichtet. Der Zuhörer soll nicht abgelenkt werden“, erklärte AG-Leiter Jörg Roth. Deshalb wurde auf Bühnenbild und Kostüme verzichtet.

Gefühle zum Ausdruck bringen

Die Werke von Kästner sind inhaltlich stark von seinem Leben geprägt. Gedanken darüber hatte er im Alter von 31 Jahren in seinem "kurzgefassten Lebenslauf“ niedergeschrieben. Dieser beginnt mit den Worten "Wer nicht zur Welt kam, hat nicht viel verloren“ und endet mit der Feststellung "Ich kam zur Welt und lebe trotzdem weiter“. 

Kästner-Darsteller Sebastian zeigte sich bestens vorbereitet und überzeugte bei seinen Rezitationen durch Textsicherheit, Sprache und Gestik. Auch die anderen Sprecherinnen und Sprecher identifizierten sich mit den Texten und übertrugen ihre Gefühle wie Freude oder Traurigkeit ins Publikum. Hinter den Kulissen sorgte Tom Wörner für den richtigen Ton. Kevin Hofmann setzte alle ins rechte Licht. Die "Ansprache zum Schulbeginn“ endet mit einem Appell: "Lasst euch die Kindheit nicht austreiben.“

Kommt gut an

Prägende Einschnitte in Kästners Leben hinterließen der Erste Weltkrieg und die Zeit des Nationalsozialismus, verbunden mit der Verbrennung seiner Bücher im Jahr 1933. Passend hierzu auch das Gedicht "Kennst du das Land, wo die Kanonen blühen“, dessen Verse die Schüler im Wechsel vortrugen und die Besucher in ihren Bann zogen.

Peter Gresch (74) war beeindruckt: "Ich bin ein Freund von diesen Gedichten. Die Schüler haben eine schöne Auswahl getroffen, und der Inhalt und die Botschaften kommen beim Zuhörer an.“ Schulleiter Markus Nutz lobte die Gruppe für die positive Außendarstellung der Schule. "In der Theatergruppe wurden schon viele Schüler selbstbewusster und offener“, habe er über die Jahre beobachtet. 

 

 

Galerien

Regionale Events

Mallorca-Party

Am 17. August steigt die Mallorca-Party beim TTC Zaisenhausen.