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Volksfest im Aufbau

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"Es ist nicht zu fassen“, schimpft Steffen Schoch. "Seit Tagen herrscht hier absolutes Parkverbot, aber vor allem Schüler zeigen sich renitent. Können die etwa nicht lesen?“

Dauerparker stören

Der Chef der Heilbronn Marketing GmbH schaute gestern mit seinem Mitarbeiter Steffen Böhringer auf der Theresienwiese vorbei, wo am Freitag das Volksfest eröffnet wird. Beide wundern sich über halbwüchsige Autofahrer, die Schaustellern beim Aufbau im Wege stehen. Festwirt Karl Maier schüttelt den Kopf. "Da reicht schon ein kleiner Golf, der dumm rumsteht, um den Betrieb aufzuhalten.“ 

Dabei wurden bereits vor Wochen Schilder an den Hauptzufahrten platziert. Die verweisen Dauerparker, vor allem Schüler und Bahnpendler, aber auch motorisierte Besucher der Bundesgartenschau auf Ausweichplätze, etwa im Wohlgelegen und auf der Sportwiese am Frankenstadion. "Mit Buga-Besuchern haben wir keine Probleme, die haben das kapiert“, erklärt Schoch. "Und die Camper freuen sich sogar, weil es dort drüben am Neckar so schön grün ist.“ Die fehlenden Duschcontainer könnten die Globetrotter verschmerzen.

Reaktion auf die Hitze

Derweil ist Uwe Framke reif für eine Dusche. Sein graues T-Shirt zeigt große Schweißflecken. Mit seinem Team von Haller Löwenbräu schlägt er im Göckelesmaier-Zelt die ganz in Holz gehaltene Pilsbar auf. "Am Mittwoch kommt noch die Kühltechnik, dann dürften wir vorerst fertig sein“, berichtet Framke. Sorgen, dass das Bier angesichts der großen Hitze heuer zu warm serviert werden könnte, versucht Brauereichef Peter Theilacker vom Tisch zu wischen. "Das Festbier wird mit zwei Grad im Tank gelagert und per gekühlter Pythonleitung und geeister Schnecke gezapft.“ Zur Not müsse man an den Schnittstellen mit Eiswürfeln und Ventilatoren arbeiten. 

"Das ist halt Heilbronn“, sagt Maier mit Blick auf den Wetterbericht, der zumindest fürs Wochenende eine leichte Abkühlung vorhersagt. Als Reaktion auf die hohen Temperaturen, die alle Jahre wieder zum Auftakt der Sommerferien herrschen, hat Maier die nördliche Frontseite seines 50 auf 30 Meter großen Zeltes mit großen Schiebefenstern versehen. "Da kann dann zumindest ein laues Windchen wehen. Und wer will, kann ja auch in unseren Biergarten sitzen.“

Viele Attraktionen

Aus allen Nähten platzen dürfte der 3000 Besucher fassende Göckelesmaier-Bereich, der durch 80 große Kübelpflanzen abgerundet wird, bereits am Donnerstagabend, wenn etliche Läufer nach dem Stimme- Firmenlauf hier einkehren. HMG-Chef Schoch appelliert an Sportler und Besucher an diesem Tag mit Bus und Bahn in die Stadt zu fahren, "sonst haben wir im Berufsverkehr das absolute Chaos“. 

Spätestens am Donnerstag dürften auf der Theresienwiese die letzten der insgesamt 100 Schausteller-Geschäfte stehen. Bereits Mitte Juli karrte Göckelesmaier in 30 Transporten auf bis zu 14 Meter langen und 40 Tonnen schweren Lastzügen in tausenden Einzelteilen sein Zelt an. Am gestrigen Dienstag waren 80 Prozent der drei Hektar großen Festwiese belegt. Gleichsam als Wahrzeichen platzierte Maier das 50 Meter hohe Riesenrad erstmals in die Platzmitte, wo sich auch die aus elf Ständen, vielen Sitzgelegenheiten und Pflanzen gebildete Gastromeile befindet. 

Entlang der insgesamt 500 Meter langen Budengassen stechen etliche Attraktionen ins Auge: von Albert Odelmans 40 Meter hohem Propeller über Rudolf Barths Wilder Maus bis zu Manuel Renz' Lachhaus und Manuel Kaplans erfrischendem Wellenflieger. Auch Stammbeschickerin Thea Kinzler mit ihrem Music Express sollte nicht fehlen. Ihr Karussell wird erst an diesem Mittwoch auftauchen, weil es bis Dienstag in Ravensburg gastierte.

 

 

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