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Ein Jahr Freiwilligendienst

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Kira Beer schließt die Tür zum katholischen Jugendreferat in Nagelsberg auf. Licht an, Computer an, schon kann es losgehen. Die ersten E-Mails warten bereits. Kira muss sich beeilen, gleich gibt es eine Teambesprechung für die Ferienfreizeit. Außerdem wollen Unterlagen vorbereitet, die Facebookseite und die Homepage aktualisiert werden. Soll sie gleich auch noch was auf Instagram posten? 

Zwei verschiedene Dienste

Zeitgleich im katholischen Pfarrbüro St. Paulus in Künzelsau: Sarah Landwehr hat gerade den Briefkasten geleert und den Computer hochgefahren. Nun bereitet sie die Räume für verschiedene Besprechungen des Tages vor. Sarah schaut auf die Uhr: Sie hat gleich einen Interviewtermin. Der Text dazu soll in der nächsten Ausgabe der kirchlichen Nachrichten erscheinen. Doch vorher schaut Sarah noch an der Kirche vorbei. Sind alle Plakate und Flyer im Aushangkasten noch aktuell?

Für Kira Beer aus Waldenburg und Sarah Landwehr aus Mulfingen-Jagstberg sind solche Tage inzwischen Routine. Vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus. Da hatten beide gerade ihren Schulabschluss in der Tasche und fieberten gespannt ihrem ersten Arbeitstag entgegen. Während Kira Beer nach dem Abitur am Ganerben-Gymnasium im Bundesfreiwilligendienst als sogenannte Bufdi beim katholischen Jugendreferat/BDKJ Ferienwelt startete, begann für Sarah Landwehr ein pastorales Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der katholischen Kirchengemeinde St. Paulus.

Gute Erfahrungen

"Für mich stand schon lange fest, dass ich nach der Schule erst mal etwas Praktisches machen möchte“, sagt Landwehr, die die Berufsoberschule für Sozialwesen mit der Fachhochschulreife abgeschlossen hat. Rückblickend sind sich beide einig: Das Jahr hat sich gelohnt. 

Deshalb bedauern die jungen Frauen auch, dass bislang für beide Stellen noch keine Nachfolger gefunden sind. "Es ist eine so wertvolle Erfahrung und enorm abwechslungsreich, kein Tag ist wie der andere“, schwärmt Beer. Auch Tagungen und Fortbildungen mit anderen Freiwilligen ließen keine Langeweile aufkommen. "Und man bekommt mehr Verantwortung als man anfangs denkt“, sagt Beer. Gleichzeitig müsse man aber offen sein und sich auf Neues einlassen, formuliert sie Anforderungen an potenzielle Nachfolger.

Die nächsten Ziele

Man müsse aber keine Angst haben, betont Landwehr. "Es gibt eine feste Anleitungsperson, die sich viel Zeit für einen nimmt.“ Diese Zeit sei auch gut investiert, ergänzt Diakon Wolfgang Bork. Seit er in der Seelsorgeeinheit Künzelsau tätig ist, ist Sarah Landwehr die erste FSJ'lerin. Die positiven Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr sind auch ein Grund, warum die Stelle wieder besetzt werden soll.

"Sarah hat sehr viel Eigenverantwortung übernommen, etwa in der Firmvorbereitung“, sagt Bork. Häufig sei sie auch im Religionsunterricht in den Schulen dabei gewesen. Jetzt geht es für die beiden jungen Frauen weiter Richtung Berufsausbildung. Sarah Landwehr beginnt im Oktober ein Duales Studium beim Landratsamt Hohenlohekreis in der Kinder- und Jugendarbeit. Für Kira Beer geht es zum Theologie-Studium nach Tübingen. Bis es soweit ist, nehmen sie noch wehmütig Abschied von einem ganz besonderen Jahr. 

Nachfolger gesucht

Wer sich für den BFD im Katholischen Jugendreferat/BDKJ-Dekanatsstelle Hohenlohe interessiert, wendet sich an Gerold Traub unter 07940 9398921 oder Gerold.Traub@drs.de. Über das pastorale FSJ im Katholischen Pfarrbüro St. Paulus Künzelsau informiert Wolfgang Bork unter 07940 9353315 oder Wolfgang.Bork@drs.de. Beginn ist jeweils im September.

 

 

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