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Tag der Nachhaltigkeit

Übersicht

Beim ersten Mal vor sechs Jahren waren gerade mal eine Handvoll Gruppierungen dabei. 2019 ist die Nachhaltigkeitsinsel auf dem Kiliansplatz zu einer stattlichen Größe angewachsen.

Umweltbewusster leben

20 Initiativen unter Federführung der Lokalen Agenda 21 zeigen im Rahmen des landesweiten Aktionstags, dass es jeder einzelne in der Hand hat, nachhaltiger zu leben und den eigenen ökologischen Fußabdruck schrumpfen zu lassen. 

Symbolische Fußstapfen mit Fragen zum persönlichen Lebensstil sind auf dem Asphalt ausgelegt: Trocknet die Wäsche zu Hause auf der Leine oder im Trockner? Welche Rolle spielt der ÖPNV in der Mobilität? Wie oft steigt man ins Flugzeug? Kommen vegetarische Gerichte auf den Tisch? Für jede Frage werden Punkte vergeben, dabei dürfte die Bilanz der allermeisten für den Planeten ernüchternd sein: Fast jeder verbraucht mehr Ressourcen als die Erde hergibt.

Nachhaltige Kleidung

Für die 16-jährige Rojin hat Nachhaltigkeit bis vor einem Jahr noch keine Rolle gespielt. Inzwischen sind der Schülerin am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium in Bad Friedrichshall die 17 weltweiten Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen ein wichtiges Anliegen: SDG (Sustainable Development Goals). Sie ist aktiv in der Schülerfirma "Changemaker“, die fair produzierte T-Shirts aus Bangladesch vertreibt. Bei Kleidung geht es den Schülern nicht um Mode, sondern vor allem um die Lebensbedingungen der Näherinnen. Rojin ist überzeugt: "Das Verantwortungsgefühl für die Erde ist gewachsen.“

Für Future Fashion wird auch am Upcycling-Stand geworben. Dort entstehen aus alten Kleidungsstücken neue Sachen. Die drei Standorte der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) zeigen ihr Modell des nachhaltigen Landbaus mit einem Vetriebssystem, das den Produzenten ein sicheres Einkommen garantiert. Der Unverpackt-Laden hat schon mal vor der Eröffnung im Herbst eine Auswahl des Sortiments ausgestellt. Der Weltladen präsentiert, wie es sich dank Haarseife und Wachstuch plastikfrei leben lässt.

Hilfe gewünscht

Mit dabei ist diesmal auch das Secondhand-Kaufhaus der Aufbaugilde – um ins Bewusstsein zu rufen, dass man dort nicht nur günstig einkaufen kann, sondern dass Secondhand Ressourcen schont und ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft ist. Diese Alternative zum normalen Konsum will man am Stand vor allem den Jüngeren vermitteln, die im Überfluss aufgewachsen sind.

Thomas Bergunde von der Lokalen Agenda 21 sieht das Thema in Heilbronn und in der Gesellschaft angekommen und spürt: "Überall ploppt etwas auf.“ Wichtig ist ihm jetzt die noch stärkere Vernetzung der Akteure untereinander. Dabei hofft Bergunde auf Unterstützung durch den Gemeinderat, um wieder eine hauptamtliche Kraft im Rathaus zu etablieren. 2008 seien die Mittel dafür gestrichen worden. 

Um in Heilbronn mehr zu bewegen brauche es ein Dreigespann aus Verwaltung, Organisation und Bürgerschaft. "Im Ehrenamt alleine ist das nicht mehr zu schaffen.“ Bergunde verweist auf das kleine Kirchheim/Teck: Ein Mitarbeiter der Verwaltung betreut die Lokale Agenda.

Fridays-for-Future

Auch die Umweltschutzdemo "Fridays-for-future" war beim Nachhaltigkeitstag mit dabei. Hier kommt ihr zu der aktuellen Bildergalerie.

 

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