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Tanz, Theater & Akrobatik

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"Ich habe geweint, als das Projekt im vergangenen Jahr zu Ende ging“, erzählt die 14-jährige Nele am gestrigen Mittwoch in der Eichbottschule Leingarten. Für die Achtklässlerin der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule (THS) Brackenheim war aber sofort klar, dass sie bei dem dreitägigen Workshop mit dem Nairobi Hope Theatre auch in diesem Jahr wieder mitmachen würde.

Krönender Abschluss

Acht kenianische Künstler binden rund 40 Kinder und Jugendliche in ihr Programm ein, vermitteln Tanz, Akrobatik und Theater. Neben der THS und der Eichbottschule ist auch die Heilbronner Helene-Lange-Realschule mit im Boot. An jedem der drei Schulstandorte findet ein Workshop statt.

Der krönende Abschluss für die Schüler ist eine gemeinsame Aufführung der Schüler an diesem Freitag, 15. März, um 19 Uhr mit den Kenianern im Forum der AIM im Bildungscampus Ost in Heilbronn.

"Dieses Projekt, bei dem drei Schulen etwas Gemeinsames entstehen lassen, ist einzigartig“, sagt Theater-Regisseur Stephan Bruckmeier, der das Hope Theatre 2009 gegründet hat und mit dem Team seit 2012 jährlich für mehrere Monate durch Deutschland tourt und vorwiegend in Schulen auftritt.

Inhaltlicher Aspekt

Auch der 16-jährige Enis war bereits 2018 bei den Workshops dabei. "Es hat viel Spaß gemacht, und daher wollte ich wieder mitmachen.“ Der Zehntklässler der Helene-Lange-Realschule ist Hip-Hop-Tänzer, und deshalb war es für ihn keine Frage, sich auch diesmal wieder in der Tanzgruppe einzubringen. Von der Realschule sind Schüler aus allen Stufen in den Workshops, sehr zur Freude von Lehrerin Isabell Steger: "Ich finde das toll. Es zeigt, dass wir eine gute Schulgemeinschaft haben.“

Wolfgang Armbrust, Lehrer an der THS, hebt zwei Aspekte besonders hervor: "Der künstlerische Teil mit Tanz, Theater und Akrobatik. Und zweitens ist es der inhaltliche Aspekt, der die Menschenrechte behandelt.“ Denn das Hope Theatre bringt den Schülern politische Themen nahe – alles auf englisch versteht sich. "Für uns“, sagt Wolfgang Armbrust“, "ist dieses Projekt ein Mosaikstein in einem großen Ganzen.“ Denn an der THS werde vieles, was mit fairem Handel in Verbindung steht, thematisiert. "Bei diesem Workshop gehe es darum, den Horizont zu erweitern. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, sich mit Kenianern auszutauschen?“

Ein Gesamtgebilde

Und weil das Projekt einschließlich der Aufführung am Freitagabend bei der THS nur ein Teil in einem Gesamtgebilde ist, überlegt sich Armbrust, "wie wir unsere Akteure als Multiplikatoren einsetzen können“. Mehrere Fair-Trade-Aktionen sind geplant.

"Ich möchte den Kindern einen Zugang jenseits des Systems Schule bieten“, sagt Marta Boadi, Lehrerin an der Eichbottschule Leingarten. In der Sporthalle sind Matten aufgebaut. Hier werden unter anderem Handstand und Salti gelernt. Der 30-jährige Moffat ist der Trommler des Hope Theatre und bringt den Schülern Akrobatik bei. "Die Schüler sind sehr lernwillig. Aber sie werden schnell müde“, sagt er. "Und manche sind ängstlich, haben Schwierigkeiten, sich zu überwinden.“ Doch diese Hürde werden sie rasch meistern. Die Angst haben Moffat und seine Mitstreiter den Teilnehmern praktisch immer genommen.

Zehn Jahre

Mit Philip Oketsch Osingo schließt sich gewissermaßen ein Kreis. Denn der 35-Jährige gehörte 2009 dem Gründungsteam des Hope Theatre an und ist nun beim Zehnjährigen aber erstmals auf Deutschlandtour. Er bringt den Schülern das Theaterspielen näher und übt mit ihnen einen kleinen Sketsch ein. "Die Schüler hier machen gut mit, verstehen das Konzept und genießen den Workshop“, sagt er.

 

 

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