Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Metallstaub entfernt

Übersicht

Im Februar und März diesen Jahres hatten sich in der näheren Umgebung des Eisenwerks Würth Metallpartikel abgelagert. Hintergrund waren defekte Staubfilter in dem Werk in Bad Friedrichshall-Kochendorf, in dem Strahlmittel hergestellt werden. Die Anwohner beschwerten sich – jetzt kommt Würth für Schäden auf. "Es wurden bereits etliche Schäden reguliert“, sagt Geschäftsführer Joachim Vianden

Filter ausgetauscht 

Nach Angaben von Anwohnern hatten sich die Metallpartikel in der Luft über Wochen hinweg in Gärten, auf Hausdächern und auf Autos gelegt. Michael Schmidt sammelte das Metall mit einem Magnet auf. Auf der Kellertreppe seien es mehr als 100 Gramm gewesen. Für das Auto habe es einer Spezialreinigung bedurft, ebenso für die Solaranlage auf dem Dach. 

Nachdem das Eisenwerk Würth eingestanden hatte, dass die Verunreinigungen von einer defekten Produktionsanlage stammten, signalisierte die Geschäftsleitung Bereitschaft, entstandene Schäden über ihre Umweltversicherung zu regulieren. Geschäftsführer Joachim Vianden spricht von zirka 20 Anwohnern, die Schadensmeldungen eingereicht hätten. Im Wesentlichen gehe es dabei um Kostenübernahmen von Spezialreinigungen von Haus und Auto. Anwohner äußern sich positiv über das Verhalten der Firma.

Kein Bußgeld 

Die betroffenen Produktionsanlagen laufen nach Angaben des Unternehmens seit einiger Zeit wieder störungsfrei. Defekte Filter seien ausgetauscht worden, erklärt Vianden. Auch seien vorsorglich alle Filterschläuche gewechselt worden und spezielle Überwachungs-Messgeräte in Betrieb.

Das Regierungspräsidium Stuttgart bestätigt einen inzwischen wieder ordnungsgemäßen Ablauf im Eisenwerk. Zunächst hatte es geheißen, es werde ein Bußgeld gegen Würth geprüft. Doch von einem Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit und damit auch von dem Verhängen eines Bußgeld habe man – "Stand jetzt“ – Abstand genommen, sagt Clemens Homoth-Kuhs, Sprecher des Regierungspräsidiums. Es gebe hier einen großen Ermessensspielraum für die Behörde und es sei im vorliegenden Fall nicht so, dass von grober Fahrlässigkeit und auch nicht von Fahrlässigkeit gesprochen werden könne. 

"Es gab ein technisches Problem“, sagt Clemens Homoth-Kuhs; und die Ursache habe man nicht gleich erkennen können. Es werde nun "unter unserer strengen Aufsicht“ sichergestellt, dass sich ein solcher Vorfall möglichst nicht wiederholen könne. Gänzlich abgeschlossen seien die Untersuchungen noch nicht.

 

 

Galerien

Regionale Events