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Mit der Zeit gehen

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Die Schullandschaft ist in Bewegung. Die Gerhart-Hauptmann-Schule (GHS) soll von Frühjahr 2020 bis Sommer 2022 für 18,7 Millionen Euro umgebaut und das Gebäude in Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule (FUGS) umbenannt werden. Diese ist bereits 2018 von Böckingen hierher umgezogen. Hintergrund ist der Heilbronner Schulentwicklungsplan. 

Einer Meinung

Stadträte aller Fraktionen begrüßten die Sanierung und Umgestaltung jetzt im Gemeinderat ausdrücklich. Sie berücksichtige moderne pädagogische Ansprüche und sei vor dem Hintergrund "dynamischer Schülerzahlen flexibel für andere Nutzungen“, so Thomas Randecker (CDU). Tanja Sagasser-Beil (SPD) hob neben der Flexibilität neue Räume für Begegnung und Kreativität sowie die Barrierefreiheit hervor. Sie begrüßte auch einen Kostenpuffer von 1,3 Millionen Euro.

"Ob das reicht, wird die Ausschreibung zeigen“, meinte Heiner Dörner (FWV). Und: Mit dem Umbau werde nun gleichsam die "Hardware“ für das entsprechende pädagogische Konzept geschaffen. Dass das Schulhaus "im Bestand ein hohes architektonisches Niveau“ bekomme, lobte Eva Luderer (Grüne). Gottfried Friz (FDP) befand, der qualitätsvolle Umbau sei die Belohnung für das gedeihliche Mit- und Nebeneinander aller Beteiligten. 

Plan und Struktur

Mit Umbau und Sanierung bleibt die Struktur des Schulbaus mit den beiden Gebäuderiegeln aus den 1960er Jahren und der Mensa-Erweiterung von 2006 erhalten, so Hochbauamtschef Johannes Straub. Die Innenhöfe zwischen den Treppenhäusern werden zu Aufenthaltsflächen, offene Bereiche werden überdacht und sollen "das Herz der neuen Schule bilden“. Die Südseite bekommt den neuen Haupteingang mit Foyer.

Im Erdgeschoss befinden sich auf der oberen Ebene Fachklassenräume für Kunst und Handarbeit sowie die Lehrküche. Auf der unteren Ebene sind weitere Sondernutzungen angeordnet: im östlichen Teil die Mensa, die sich mit raumhoher Verglasung nach Norden zu einer Terrasse öffnet und nach Süden zum neuen Atrium. Dieses kann als Mensa und Lernbereich dienen, aber auch für Veranstaltungen, zumal sich Musik- und Mehrzweckraum sowie eine sogenannte Theaterbox anschließen. 

Bestehendes verwerten

Schon sanierte WC-Anlagen bleiben erhalten. Über die drei bestehenden Treppenhäuser und einen neuen Aufzug kommt man in die Obergeschosse mit Computerraum, zwei Lehrer- und 18 Klassenzimmer mit Arbeitsräumen für Kleingruppen. Wie im Erdgeschoss sind im zweiten OG fünf "Coachingräume“ angesiedelt. Die neuen naturwissenschaftlichen Räume werden in das Gesamtkonzept integriert.

Im Untergeschoss, das über Lichtschächte belichtet ist, werden die alten Werkräume "organisatorisch den Anforderungen der Schule angepasst“, heißt es. Außerdem entsteht ein Raum für die Vorbereitungsklasse. Der Erweiterungsbau aus dem Jahr 2006 wird zum Verwaltungsbereich mit Lehrerzimmern. Die ehemalige Hausmeisterwohnung dient künftig der Schulsozialarbeit. 

Gänzliche Erneuerung 

Die Haustechnik – inklusive Belüftung, Beleuchtung und Brandschutz – wird weitgehend erneuert, auch unter energetischen Gesichtspunkten, wobei die Heizung erhalten und den neuen Räumlichkeiten angepasst wird. Die Außenanlagen werden laut Straub zunächst "ertüchtigt“, um die barrierefreie Erschließung zu gewährleisten, wobei eine komplette Neugestaltung angestrebt sei. Während der Bauarbeiten werden als Ersatz Unterrichts-Container auf dem Schulhof aufgestellt.

 

 

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