Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Selbsternannte Satire-Partei gründet dritten Ortsverband

Übersicht

 Der Ex-Chefredakteur des Satiremagazins Titanic hob die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (kurz: Partei) 2004 aus der Taufe. In Brackenheim hat sich jetzt ein Ortsverband gegründet. Der 16-jährige Moritz Schmidt wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Bisher zählt er nur zwei Mitstreiter. Lars Feder (16) und Hannes Randecker (17) besetzen die Posten des stellvertretenden Vorsitzenden und Schatzmeister. 

Proteste

Die drei Schüler der Heilbronner Wilhelm-Maybach-Schule geben an, sich während der Proteste gegen den Artikel 13 politisiert zu haben. Zehntausende Jugendliche waren im Frühjahr gegen die Einführung der EU-Richtlinien um den umstrittenen Upload-Filter auf die Straße gegangen. 
"Unsere zentralen Ziele sind Olympia 2032 und die kommende Bürgermeisterwahl", erklärt Schmidt. Er moniert die "schlechte Verkehrsanbindung von Brackenheim" und fordert eine Stärkung des ÖPNV. Die "chronische Unterelektrifizierung" der städtischen Schulen sei ein hausgemachtes Problem. "Es wurde zu viel in den Ausbau des Gymnasiums gesteckt, jetzt fehlen Lehrmittel." Außerdem sollen soziale Projekte die "tote Innenstadt" beleben.

Stellvertretender Vorsitzender Feder plädiert für das "Entflammen eines Brackenheim-Feelings". Nebenbei soll der Spaß an der Politik nicht verloren gehen. Forderungen wie "Neipperg in einen Staudamm mit Wasserkraftanlage und Bademöglichkeit verwandeln", sollen Jugendliche zur politischen Teilnahme ermutigen.

Glückwünsche

Unterstützt wurde die Gründungsveranstaltung von den Vertretern aus der Region. Neben dem Rappenauer OV-Chef Thomas Wachno bekundet Joel Wertli, Vorsitzender des Kreisverbandes Heilbronn, seine Glückwünsche. Nach den bestehenden Sektionen Bad Rappenau und Lauffen sollen weitere Abteilungen in Eppingen und Neckarsulm folgen. "Wir brauchen Menschen, die unsere Propaganda auch in kleineren Orten verbreiten", sagt Wertli. Hauptziele des Kreisverbandes seien die Umbenennung von Heilbronn in Dieter-Schwarz-Stadt sowie die Sprengung des Heilbronner Wollhauses, so Wertli.

Themen

Wertli scheut ernste Themen nicht. Mit Blick auf die türkische Militäroffensive im syrischen Kurdengebiet warnt er davor "durch den Bündnisfall in einen Angriffskrieg gezogen zu werden. Insofern nutzen wir die Parteienfinanzierung, um Spenden für die Kurden zu akquirieren". 
Auch Partei-Chef Sonneborn ließ seine Glückwünsche aus Brüssel übermitteln. Er wolle vom Weinbau langfristig zum Hopfen wechseln, "weil die Partei eher am Bier interessiert ist". Außerdem wolle er den Industriestandort Brackenheim zur Rüstungshochburg umwandeln.
 

Galerien

Regionale Events

Würth feiert Jubiläum

Im Jahr 2020 blickt die Adolf Würth GmbH & Co. KG auf ein 75-jähriges bestehen zurück. Gefeiert wird dies mit den Würth Philharmoniker, Open Air und einem Tag der offenen Tür.